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Europa und das Cloud-Projekt Gaia-X

Zusammen auf Wolke GAIA-X: Europa im Datenrausch

Sichere Daten, Domänen und vor allem: eine große Vision mit viel Potenzial. Das alles steckt in einer vielversprechenden Cloud am Himmel Europas mit dem geheimnisvollen Namen GAIA-X. Wer und was genau sich dahinter verbirgt, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Was ist „GAIA-X“? Wir reden hier von einer europäischen Initiative, die Menschen aus Unternehmen, Verwaltungen, Forschungseinrichtungen und Politik zusammenbringt, um einen souveränen digitalen Datenraum für ganz Europa zu entwickeln. Der symbolträchtige Name des gemeinsamen Projektes geht auf eine der ersten Gottheiten der griechischen Mythologie zurück – Gaia, die als Mutter allen Lebens gilt. GAIA-X als Wiege eines föderierten Daten-Ökosystems – eine große Cloud, die viele Cloud-Service-Anbieter über einen gemeinsamen Standard miteinander verbindet.

Die Grundidee GAIA-X

Gaia-X will eine souveräne Dateninfrastruktur für Europa aufbauen, die einen vertrauensvollen Datenaustausch ermöglicht, bei dem die Teilnehmer die Datenhoheit behalten. Dies wird durch den Austausch der Daten nach dem dezentralen Prinzip und europäischen Werten hinsichtlich Transparenz, Datenschutz und Rechtskonformität gewährleistet. Eine Vielzahl von Datenquellen, die auf diesem Weg erschlossen, aggregiert und vernetzt werden, unterstützt die Entwicklung neuer KI-Lösungen sowie branchenübergreifende Kooperationen für innovative Geschäftsmodelle. Sichere, souveräne Datenräume werden Innovationen in den wichtigsten Branchen fördern und der EU Wettbewerbsvorteile sichern.

Länderinitiativen und GAIA-X Domänen

In den einzelnen teilnehmenden Ländern wird das Projekt von Gaia-X Hubs vertreten. Diese fungieren als Knotenpunkte und stehen untereinander im Austausch. Sie sind der Anlaufpunkt für nationale Initiativen, bündeln diese und unterstützen bei der Konzeption von Anwendungsfällen. Im deutschen Gaia-X Hub, bei dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) federführend ist, engagieren sich zahlreiche Experten und Unternehmen aus bisher zehn sogenannten Domänen: Landwirtschaft, Energie, Finanzwirtschaft, Geoinformation, Gesundheit, Industrie 4.0/KMU, Mobilität, Öffentlicher Sektor, Smart City/Smart Region sowie Smart Living.

Im Herbst 2019 zunächst als Forschungsprojekt gestartet, ist jetzt die Zeit für echte Use Cases gekommen. Zahlreiche Projekte wurden initiiert und werden in den kommenden Jahren umgesetzt. Materna ist als ein Mitglied der ersten Stunde in der GAIA-X European Association for Data and Cloud AISBL vertreten und beteiligt sich bereits mit mehreren Use Cases in den Bereichen Mobilität und öffentlicher Sektor. Eines unserer GAIA-X Projekte, bei dem es um die Vernetzung von Daten für eine nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft geht, haben wir im vorangegangenen Teil unserer Blog-Reihe vorgestellt. In unserem nächsten Beitrag erfahren Sie mehr über unsere Projekte in der GAIA-X Domäne Mobilität.

Die Beschreibung aller GAIA-X Domänen haben wir kurz zusammengefasst (Quelle: BMWi):

Digitale Tools und neue datengesteuerte Anwendungen kommen in der Landwirtschaft zunehmend zum Einsatz. Entscheidend für weitere Innovationen und technologischen Fortschritt im Agrarsektor ist die Bereitschaft der Akteure der AgriFood-Lieferkette sowie Verbraucher:innen, Daten miteinander auszutauschen. Insbesondere die Größenasymmetrie zwischen beteiligten Konzernen, KMU und landwirtschaftlichen Familienbetrieben erfordert ein vertrauensvolles Klima für den Datenaustausch. GAIA-X als offenes, transparentes und interoperables Ökosystem bietet eine geeignete Infrastruktur.

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Autoreninfo

Kerstin Krüger ist als PR- und Marketing Projekt-Managerin bei Materna tätig. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der redaktionellen Betreuung verschiedener Kanäle der Unternehmenskommunikation. Dazu zählen der Corporate Blog, Kunden-Newsletter und Presseinformationen.

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