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Mit zunehmender Cloud-Nutzung auch bei kritischen Anwendungen steht das IT-System-Management vor signifikanten Herausforderungen. Die bisherigen Monitoring-Ansätze lassen sich nur teilweise vom Rechenzentrum auf die Cloud übertragen. Beim Cloud-Monitoring gibt es einiges zu beachten.

Was muss Cloud-Monitoring leisten?

Mit zunehmender Cloud-Nutzung auch bei kritischen Anwendungen steht das IT-System-Management vor signifikanten Herausforderungen. Die bisherigen Monitoring-Ansätze lassen sich nur teilweise vom Rechenzentrum auf die Cloud übertragen. Beim Cloud-Monitoring gibt es einiges zu beachten.

Mit dem Schritt in die Cloud und der wachsenden Kritikalität der Anwendungen sind die Fachbereiche daran interessiert, die in den vergangenen Jahren an der IT-Organisation vorbei gewachsene Schatten-IT in einen regulären Betrieb zu übergeben. Eine Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC), die im vergangenen Jahr im Auftrag von Materna erstellt wurde, ergab, dass die Anwender und Fachbereiche sich nun ein strukturiertes Vorgehen bei der Cloud-Nutzung wünschen.

Die IT soll also in der Lage sein, eine komplexe Multi-Cloud-Umgebung in die eigenen IT-Dienste zu integrieren und so zuverlässig zu betreiben wie das eigene Rechenzentrum. Dabei kommt dem Monitoring als grundlegende Basisdisziplin des IT-Service-Managements eine zentrale Rolle zu. Allerdings: Wie kann man etwas überwachen, was man nicht kontrolliert? Hier stoßen die bislang üblichen Monitoring-Ansätze bei Cloud-Diensten schnell an ihre Grenzen. Sie basieren in der Regel auf Hardware-zentrischen Metriken wie CPU- oder I/O-Auslastung – Daten, die bei Cloud-Angeboten nicht oder nur rudimentär zur Verfügung stehen.

Anstelle des kaum mehr praktikablen Hardware-orientierten Ansatzes kann sich das Monitoring dem Service aus Anwendersicht zuwenden. Bereits bevor die Benutzer selbst Einschränkungen wahrnehmen, kann durch End-to-End-Monitoring der IT-Services ein auftretendes Problem erkannt werden. Dazu werden die Latenzen der Workloads gemessen, die am Client erzeugt werden. Monitoring-Lösungen wie AppDynamics überwachen dazu alle Anfragen aller Clients.

Schnittstellen-Wirrwarr

Eine weitere Hürde beim Management von Multi-Cloud-Umgebungen: Jeder Cloud-Provider hat seine eigenen Standards und Prozesse, wenn es um die Performance-Messung geht. Für eine Cloud-Monitoring-Lösung ist es wichtig, dass sie möglichst viele Cloud-Provider unterstützt und die verfügbaren Monitoring-Daten automatisch sammeln kann. Gleichzeitig sollte sich die Lösung möglichst einfach in die vorhandenen Monitoring- und Management-Systeme integrieren lassen. Denn kaum ein IT-Service wird End-to-End aus der Cloud bezogen, in der Regel setzen sich die IT-Services aus vor Ort erbrachten Leistungen und unterschiedlichen Cloud-Angeboten zusammen. Für eine effiziente und effektive Verwaltung der IT ist es hingegen hilfreich, wenn das Monitoring möglichst konsolidiert ist und jeder Administrator jederzeit alle Systeme im Blick haben kann.

SLAs im Blick

Durch den Blick auf den IT-Service bietet es sich an, das Monitoring auch zur Überwachung der SLAs zu nutzen. Einige Lösungen sind dazu bereits in der Lage, im Sinne einer möglichst einfachen IT-Verwaltung sollte dieses Merkmal aber auf jeden Fall gefordert werden. Denn die SLA-Überwachung in Multi-Cloud-Umgebungen ist oft sehr aufwendig; jeder Provider hat sein eigenes Leistungsversprechen mit eigenen Metriken.

Die Einführung einer Cloud-Monitoring-Lösung wird damit zum ernsthaften IT-Projekt, das entsprechend aufgesetzt werden sollte.

Lesen Sie den gesamten Beitrag im Materna Monitor.

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Autoreninfo

Philipp Kleinmanns ist Leiter Portfolio Management bei Materna in Dortmund. Zu seinem Tätigkeitsbereich gehört die marktbezogene Weiterentwicklung der Leistungen der Materna Gruppe.

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