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Cloud Native Symbolbild

Von Cloud Naive zu Cloud Native – Sind Sie bereit?

Viele Wege führen in die Cloud. Doch kommen auch alle dort an, wo Sie es sich erhofft haben? Um sich vom Cloud Novizen zum Cloud Native zu entwickeln, gibt es ein paar Grundvoraussetzungen.

Der Einstieg in die Cloud gelingt oft sehr leicht. Doch sollte man die weiteren Schritte gut planen, um das Potential von Cloud-Computing für seine Geschäftsprozesse optimal nutzen zu können. Hier steht am Anfang das angestrebte Strategie-Ziel: Geht es bei der Cloud-Nutzung um Kosteneinsparung, Effizienz, Flexibilität, Elastizität, Skalierung oder Geschwindigkeit? Das kann für jede Firma, aber auch für jeden Geschäftsprozess unterschiedlich aussehen. Soll man sich dabei eher auf einen oder besser auf mehrere Cloud-Anbieter verlassen? Selbst wenn man sich zunächst nur für einen Anbieter entscheidet, ist es bei dem stetig steigenden Angebot an neuen Diensten und Funktionen schwierig, auf dem Laufenden zu bleiben und das Angebot an den bestehenden Bedarf anzupassen.

Cloud Native Symbolbild - Entwicklungsstadien
Goals of Cloud adaption

Eine wichtige Rolle für die kontinuierliche Bereitstellung von hochqualitativen Diensten spielt eine konsequente Automatisierung durch DevSecOps-Prozesse. Das bedeutet nicht nur, dass Development, Security und Operation nahtlos miteinander zusammenarbeiten, sondern auch, dass die Infrastruktur und die Konfiguration, ähnlich wie der Code, automatisiert versioniert, getestet, gebaut und bereitgestellt wird.

Reichte es früher aus, einmal pro Quartal oder pro Jahr ein neues Release zu veröffentlichen, finden bei den großen Anbietern heute mehrere tausend produktive Deployments täglich statt. So lassen sich die durchschnittlichen Lieferzeiten von Monaten auf Minuten oder Stunden reduzieren. Die High Performer sind dabei nicht nur schneller und leistungsfähiger, sondern liefern auch bessere Qualität. So hat sich bei ihnen die Zahl der Deployment-Probleme vermindert und die Reaktionsgeschwindigkeit auf Fehler erhöht. Weitere Zahlen und Empfehlungen dazu finden Sie in dem Buch „Accelerate: The Science of Lean Software and DevOps: Building and Scaling High Performing Technology Organizations“, das auf der jährlich stattfindenden Befragung des  „State of DevOps Report“  basiert, oder in unserem Blogartikel „DevOps ist das wahre agile“ .

Die Zeiten, in denen Unternehmen ein Mal im Jahr ein neues Release herausbringen konnten, sind vorbei. Kunden erwarten heute kontinuierlich Verbesserungen und neue Services. Damit Unternehmen dies leisten können, müssen sie ihre Prozesse von der Entwicklung über die Qualitätssicherung bis zur Bereitstellung automatisieren und so weit wie möglich mit den Mitteln der Cloud umsetzen.

Der Materna Cloud Readiness Check gibt Ihnen eine Landkarte und Instrumente an die Hand, um Ihren Standpunkt zu bestimmen und die weiteren Schritte zu planen. Dabei werden sechs Gebiete betrachtet, deren Schwerpunkte Sie selbst bestimmen können. Es ist dabei möglich, sich auf ein Gebiet zu konzentrieren oder auch alle Gebiete mit unterschiedlicher Priorität und Schwerpunktsetzung zu betrachten:

  1. Prozesse: Feststellung des Cloud-Reifegrades und -Strategie, Migrations-/Modernisierungsstrategien hin zu einem Cloud-Center-of-Excellence
  2. Kosten: Optimierung der Kosten (right-sizing) und Auswahl der passenden Dienste für jetzt und später (“so viel wie nötig”, “darf es etwas weniger sein”)
  3. Betrieb: Verbesserung von Monitoring, Deployment, Automatisierung, Transparenz, Feedback, Governance, Einhaltung der SLAs
  4. Entwicklung: Verbesserung der Geschwindigkeit, Aufwände, Qualität, DevOps, Infrastucture-as-Code
  5. Architektur: Wahl der passenden Dienste, Architekturmuster zu den angestrebten Qualitätszielen
  6. Sicherheit: Risikoerfassung,- Minderung, Erhöhung des Schutzes, Ausfälle minimieren, Auswirkungen von Angriffen minimieren, Reaktionsfähigkeit erhöhen

Zunächst werden eine grobe Cloud-Strategie und die dafür wichtigsten Stakeholder und Use-Cases (top-down oder button-up) identifiziert. Danach wird untersucht, welche Dienste Cloud-fähig sind oder bereits in der Cloud laufen. Nach der Bestandsaufnahme und Analyse stellen wir mit Ihnen gemeinsam das Verbesserungspotential für jeden Dienst fest. Je nachdem, wo bei Ihnen „der Schuh drückt“, zeigen wir Wege auf, wie Sie Ihre größten Herausforderungen angehen und die Chancen in der Cloud stärker nutzen können. Mit dem Materna Cloud Readiness Check bekommen Sie in kompakter Form Empfehlungen aus der Praxis für die Praxis, die Ihnen bei Ihrem Weg in die Cloud weiterhelfen.

Mehr dazu erfahren Sie auch hier: https://www.stressfrei-in-die-cloud.de/

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Autoreninfo

Frank Pientka ist Principal Software Architekt bei Materna in Dortmund und Gründungsmitglied der iSAQB, die sich um die Zertifizierung von Software-Architekten kümmert. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit skalierbaren und flexiblen Diensten in der Cloud. Dabei setzt er sich intensiv mit innovativen Software-Themen auseinander. Darüber schreibt und referiert er über verschiedenen Kanäle.

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