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User-Generated-Content Symbolbild

User Generated Content mit dem Government Site Builder 10 – mehr Interaktion auf Behörden-Websites

User Generated Content (UGC) ist nicht nur im kommerziellen Umfeld ein geeigneter Weg, um die Interaktion und Reichweite einer Website zu steigern. Das gilt auch für Behörden. Der Government Site Builder 10, das Content-Management-System der Bundesverwaltung, bietet jetzt neue Funktionen für UGC.

Vor dem Hintergrund zunehmender Partizipationsansprüche der Bürgerinnen und Bürger ist es gerade für Behörden wichtig, dem Nutzer Möglichkeiten zur Meinungsäußerung und Mitgestaltung anzubieten.

Die Vorteile des User Generated Content (UGC) liegen auf der Hand:

  • Es führt zu mehr Interaktion und damit auch zu mehr Reichweite.
  • Die Website wirkt insgesamt authentischer.
  • UGC hilft, den User an die Website zu binden und diese als verlässliche Informationsquelle zu nutzen.
  • Die Behörde erfährt mehr über den Nutzer und kann die gewonnenen Erkenntnisse weiter verwerten.

Den Government Site Builder zielgerichtet für UGC einsetzen

Mit dem Web-Editor des neuen GSB 10 können Redakteure User Generated Content sehr komfortabel redaktionell einbinden. Dies reicht von einfachen Bewertungen über das Kommentieren bis hin zu komplexen Umfragen. UGC ist übrigens nur eine von zahlreichen neuen Funktionen des GSB 10; aber darüber mehr im nächsten Blog-Beitrag.

Nutzer bewerten Inhalte

Der einfachste Weg, den User in das Geschehen zu integrieren, ist die Bewertung von Inhalten. Um diese Art von UGC auf der Website einzufügen, muss lediglich das entsprechende Feld in der Editor-Konfiguration freigeschaltet sein. Die Anzeige dieser Funktion auf der Website, beispielsweise in einem Standardartikel, lässt sich redaktionell über eine Dropdown-Auswahl steuern.

Die nachfolgende Abbildung zeigt den Ausschnitt im Dokument.

Abb. 1: Bewertungsfunktion in den Metadaten des Dokuments

Aus redaktioneller Sicht ist die Nutzung dieser Funktion nur sinnvoll, wenn der Inhalt den User auch zur Bewertung einlädt. Content mit emotionaler oder tendenziell polarisierender Intention eignet sich daher gut für diese Art von User Generated Content. Neben der klassischen Sternchen-Vergabe, häufig in Bewertungsportalen zu finden, gibt es Alternativen für die Bewertung des Inhalts durch den Nutzer. Stellen Sie sich hier nur zur Veranschaulichung einen Artikel zum aktuell kontrovers diskutierten Thema „Organspende“ vor, das wahrscheinlich nicht zu Ihrem redaktionellen Alltag gehört.

Nach erfolgter Bewertung erhalten die User Einblick in die Verteilung der Antworten und sehen ihre Bewertung im Verhältnis zu den anderen Stimmen. Für die Redaktion kann ein solches Meinungsbild eine wertvolle Information für weitere Inhalte zu einem Thema bieten oder aber mit daraus resultierenden Handlungen verknüpft sein, die beispielsweise das Angebot der Website betreffen.

Abb. 2: Bewertungsfunktion im Frontend

Nutzer kommentieren den Inhalt

Die Interaktion lässt sich durch eine Kommentarfunktion weiter steigern. Während die reine Bewertung lediglich ein Stimmungsbild skizziert, eröffnen Kommentare eine weitere kommunikative Ebene, die sowohl zwischen den Usern untereinander als auch zwischen der Redaktion und den Usern stattfinden kann.

Die im Editor dafür vorgesehene Funktion ist ebenfalls über eine Dropdown-Auswahl schnell zu aktivieren. Zudem kann die Redaktion entscheiden, ob es sich um moderierte Kommentare handeln soll. Dabei werden die Beiträge vor der Veröffentlichung geprüft und freigeschaltet. Diese manuelle Prüfung ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Redaktion beispielsweise nicht ad hoc auf einen möglichen Verstoß gegen gesellschaftliche Normen reagieren möchte, sondern eine zuverlässige Kontrolle der Inhalte gewährleisten will. Die Redaktion administriert diese Art der Freigabe im Bereich Kommentare und Bewertungen. Der Bildausschnitt aus Abb. 3 illustriert die Suche nach Kommentaren und Bewertungen eines Dokuments.

Abb. 3: Suche nach Kommentaren und Bewertungen im Adminportal

Nutzer beteiligen sich an Umfragen

Sie möchten ein differenziertes Meinungsbild zu einem Thema oder einer bestimmten Fragestellung einholen? Vermutlich ist Ihr erster Gedanke die Erstellung einer Umfrage. Das Formular lässt sich im neuen GSB 10 flexibel gestalten, immer abhängig davon, welche Formular-Elemente zum Inhalt der Umfrage passen. Für eindeutige Aussagen eignen sich beispielsweise am besten Select-Boxen und Dropdowns, während Bewertungen über eine Skala mit Radio Buttons adäquat gelöst werden. Auch Freitextfelder fügt der Redakteur unkompliziert hinzu, wenn es primär darum geht, dem User eine selbst formulierte Antwortmöglichkeit zu bieten. Es können also alle zur Verfügung stehenden HTML5-Formularelemete für die individuelle Gestaltung der Formulare genutzt werden.

Die Umfrage selbst wird als GSB-Dokument im Editor angelegt und kann damit, genau wie alle anderen Dokumente, im Editor verlinkt sowie in Seiten integriert werden. Die Konfiguration und Administration erfolgt im Adminportal.

Der hier abgebildete Screen zeigt den Erstellungsdialog einer exemplarischen Umfrage. Die zur Verfügung stehenden Felder sind in der Mitte angeordnet, während auf der rechten Seite die Eigenschaften eines ausgewählten Feldes zu sehen sind.

Abb. 4. Erstellungsdialog einer Umfrage im Adminportal

Die daraus resultierende grafische Darstellung im Frontend zeigt die folgende Abbildung.

Abb. 5: Beispiel für eine Umfrage im Frontend

Um sicher zu gehen, dass möglichst viele User an der Umfrage teilnehmen, empfiehlt sich ein Teaser auf der Startseite mit entsprechender Verlinkung oder ein Hinweis auf die Umfrage in anderen Medien, wie z. B. auf den eigenen Social Media-Kanälen.

Empfehlenswert ist ebenfalls eine kurze Info zur Bearbeitungsdauer und zum Ziel der Befragung. Die Aufforderung: „Nehmen Sie sich bitte 2 Minuten Zeit für unsere Umfrage. Damit helfen Sie uns, das Angebot unseres Online-Portals für Sie zu optimieren.“ sagt den Nutzern gleich, wieviel Zeit sie dafür investieren müssen und welchen konkreten Mehrwert ihnen die Teilnahme bietet.

Generell gilt es, die Schwelle an der Beteiligung möglichst niedrig zu halten und gleichzeitig genügend Anreize zu schaffen, um die Attraktivität der Teilnahme zu steigern.

Datenschutz nicht vergessen

Zum Abschluss noch ein Hinweis zum Thema Datenschutz, das in diesem Beitrag nicht im Fokus steht. Dennoch spielt es bei der Verwendung und Integration von UGC eine wichtige Rolle. Machen Sie daher datenschutzrechtliche Aspekte bei der inhaltlichen als auch bei der technischen Konzeption von UGC zu einem festen Bestandteil. Mehr zum Thema Datenschutz und die konkrete Umsetzung im GSB: https://blog.materna.de/die-umsetzung-der-dsgvo-im-government-site-builder/

Schlagwörter: Bürger und Verwaltung, Digital Experience

Autoreninfo

Caroline Haxter-Schoppmeier ist Projektleiterin in der Business Line Public Sector. Sie betreut Kunden im Umfeld des Government Site Builder. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Content Strategie, User Experience und SEO.

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