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Pseudo-Digitalisierung oder nachhaltige Veränderung der Wirtschaft?

Mitarbeiter mit digitalen Arbeitsplätzen konnten nach ihrem Umzug ins Homeoffice rasch wieder produktiv ins Tagesgeschäft einsteigen. Erste Anlaufschwierigkeiten waren schnell überwunden und mittlerweile sollte jeder Teilnehmer einer Web-Konferenz in der Lage sein, sich auf stumm zu schalten.

Auf organisatorischer Seite traten verschiedene Herausforderungen auf. So wurden Tools für die Videokommunikation benötigt und interne Freigabeprozesse sowie andere Abläufe mussten digital neu geplant werden. Mancherorts wurde mit der heißen Nadel eine Notlösung gestrickt, beispielsweise um Dokumente rasch mit elektronischen Unterschriften signieren zu können. Auch der Umstieg auf neue Software-Tools führte zu so mancher Überraschung: Bei einer bekannten Videokonferenz-Lösung konnten sich fremde Nutzer durch einfaches Ausprobieren der Konferenz-ID in Gespräche einwählen und dort reichlich Verwirrung stiften.

Ist das der Start in eine neue Ära?

Bei so viel Improvisierungskunst stellt sich die Frage, wie nachhaltig dieser Digitalisierungsschub überhaupt ist. Der Handelsblatt-Redakteur Sebastian Matthes sieht die aktuelle Entwicklung eher skeptisch, denn wir würden nun die digitalen Defizite der letzten Jahre schmerzhaft spüren. Es sei naiv zu glauben, Deutschland werde allein dadurch digitaler, weil Millionen Menschen nun lernen, wie die Kamera ihres Rechners funktioniert. Was wir erleben, so der Journalist, sei kein Digitalisierungsschub, sondern eine Pseudo-Digitalisierung des Alltags, bei der einige Tools aus Alternativlosigkeit in den Fokus geraten.

In dem Marketing-Fachmagazin Absatzwirtschaft sieht ein Experte die Entwicklung eher positiv. Was wir erleben, so der Kommentar, sei keine einfache digitale Transformation, sondern die digitale Evolution auf Speed. Gleichwohl stellt auch er fest, dass es in einigen Bereichen mit der Digitalisierung noch nicht so recht klappt: Das Beispiel der verzögerten Aufbereitung der Corona-Fallzahlen durch das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Beleg dafür, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.

Aus Erfahrungen lernen

Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim ITK-Branchenverband Bitkom, zeigt sich in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Idowa zuversichtlich, dass die aktuelle Situation einen längerfristigen Schub für die Digitalisierung mit sich bringt. Wer als Unternehmer der Arbeit im Homeoffice zuvor eher kritisch gegenüberstand, wird nun auch die Vorteile erkennen. Behörden, die Teile ihres Angebots jetzt digitalisiert haben, sollten diese Angebote beibehalten, weil es für die Bürger vieles vereinfacht.

Durch die neue Arbeitsorganisation entstehen vielerorts auch ganze neue Formen der internen Kommunikation. So haben wir bei Materna einen internen Blog aufgesetzt, um weiterhin das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und das in Text, Bildern, Videos und Podcasts. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Blog hilft locker und ungezwungen als eine Art „Gute-Laune-Kirmes-Plattform“ dabei, einen Homeoffice-Koller zu verhindern und gleichzeitig über die Helden des Homeoffice-Alltags zu berichten. In jeder Krise steckt also auch eine Chance, neue Ansätze auszuprobieren.

Zum Nachlesen der oben aufgeführten Beispiele hier die Links zu den Medien (teilweise hinter einer Paywall):

Linksammlung:

Handelsblatt, 09.04.2020: Corona legt Deutschlands digitale Defizite schonungslos offen

Absatzwirtschaft, 14.04.2020: Digitale Transformation? Nein: Digitale Evolution auf Speed!

Idowa, 14.04.2020: Befeuert das Coronavirus die Digitalisierung?

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Autoreninfo

Christine Siepe verantwortet die Unternehmenskommunikation bei Materna. Die Dipl.-Betriebswirtin ist seit 25 Jahren im Unternehmen tätig und sorgt für eine eindeutige Positionierung von Materna am Markt über verschiedene Kommunikationskanäle wie Print, Social und Online.

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