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Neues von Wolke 7 aus Barcelona auf der KubeCon und CloudNativeCon EU 2019

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) und ihr Hauptprodukt, das Containercluster-Management-Werkzeug Kubernetes, machen eine dynamische Entwicklung durch. Das zeigt sich nicht nur in dem starken Wachstum der Zahl der CNCF-Projekte, sondern auch in der mehr als verdoppelten Teilnehmerzahl von 7.700 Personen der in der vergangenen Woche stattgefundenen KubeCon in Barcelona.

Auf der siebten KubeCon wurde nicht nur der fünfte Geburtstag von Kubernetes gebührend gefeiert, sondern auch viele Neuerungen und Erfahrungen mit den im Umfeld von Kubernetes entstandenem Ökosystem an Produkten geteilt. Trotz seiner jungen Jahre hat sich Kubernetes, auch durch die Unterstützung namhafter Firmen wie Google, RedHat, Microsoft oder VMware, mit einer großen Anzahl von Zusatzprodukten, Standards und neuen Funktionen weiterentwickelt. Dabei schafft es die CNCF, Innovation und Cloud-Standardisierung mit vielen Beteiligten gut unter einen Hut zu bringen. Das alte Open Source-Motto, dass das Ganze größer ist als die Summe seiner Teile, gilt auch hier. Die Standardisierung der Cloud nimmt an vielen Stellen Gestalt an, angefangen bei den Ingress-Controllern, der Container Runtime (CRI), dem Networking (CNI) und jetzt neu der Service Mesh Interface(SMI)-Spezifikation https://smi-spec.io/.

Kubernetes lässt sich nicht nur in Rechenzentren als Multi-Cloud-Lösung einsetzten, sondern läuft sogar auf kleinen Edge-Geräten (K3s https://k3s.io/), wie dem Raspberry Pi (https://kubecloud.io/), sodass mit Fluent Bit auch eine passende Lösung zur Verfügung steht, um die Events und Protokolldateien von Kubernetes IoT-Geräten einzusammeln und zu einer großen Lösung zu erweitern.

Frank Pientka besucht die KubeCon und CloudNativeCon EU 2019 in Barcelona

Doch auch bei Kubernetes (K8s) wird fleißig an dem neuen Paket-Management-Format Helm 3 gearbeitet. Eine wichtige Erweiterungsmöglichkeit von Kubernetes besteht über Custom Resource Definitions (CRDs). Dessen Entwicklung und Verwendung wird durch das Operator-Framework erheblich vereinfacht, sodass mit Go, Helm oder Ansible bestehende Konfigurationsmöglichkeiten einfach integriert und über das zentrale Verzeichnis https://operatorhub.io/ als Kubernetes Operator zur Verfügung gestellt zu werden. Dem Thema Sicherheit wird bei CNCF mit dem Role-based-access-control (RBAC)-Mechanismus und den Produkten Falco, Notary, Open Policy Agent (OPA), SPIFFE und SPIRE eine große Bedeutung beigemessen, um zero-trust-software-defined-networks zu realisieren. Hier spielt auch das Service Mesh-Konzept, was auf dem Proxy-Muster beruht eine große Rolle. Da es hier schon bereits Probleme bei großen Kubernetes-Installationen gibt, wurde bereits mit Kubernetes 1.13 das Node-Lease-Feature als Alpha eingeführt, als auch mit dem extended Berkeley Packet Filter (eBPF) eine Funktion im Linux-Kernel eingeführt, um effizienter Netzpaketen zu filtern, tracen und zu routen. Überwachbarkeit war bei verteilten Systemen schon immer eine große Herausforderung, insofern ist es zu begrüßen, dass die drei großen Themen Metriken, Traces und Logs vom OpenTelemetry-Standard aufgegriffen werden und bereits von einigen Projekten, OpenCensus und OpenTracing, in ihren Produkten umgesetzt werden.

Die Cloud-Industrialisierung schreitet voran. Hier bietet die CNCF unter dem Dach der Linux Fundation einen sicheren Hafen, um die Grundlagen für Standards und eine stabile Plattform zu entwickeln, auf dessen Basis Produkte und weitere Plattformen und Distributionen entstehen können. Insofern schwebt die siebte KubeCon nicht auf Wolke 7, sondern wird auch weiterhin eine gute Basis sein, um sich über Innovationen und Herausforderungen in der Cloud auszutauschen und Lösungen dafür gemeinsam zu entwickeln.

Die nächste KubeCon EU wird vom 30.3. bis 2.4.2020 in Amsterdam stattfinden, hoffentlich wieder mit noch mehr Themen und Teilnehmern. Materna wird sie sicher wieder auf ihrer Cloud-Reise verlässlich begleiten.

Videos der Konferenz:

https://events.linuxfoundation.org/events/kubecon-cloudnativecon-europe-2019/
https://blog.materna.de/von-cloud-naive-zu-cloud-native-sind-sie-bereit/
https://blog.materna.de/kubernetes-ein-betriebssystem-fuer-die-multi-cloud/
https://blog.materna.de/die-masche-mit-den-services-ein-netzwerk-durch-software/
https://blog.materna.de/cncf-als-stiftung-fuer-die-cloud/
https://blog.materna.de/nebel-in-der-wolke-was-ist-edge-oder-fog-computing/
https://blog.materna.de/verteilte-daten-oder-entscheidungen-das-bietet-edge-computing-analytics/

Schlagwörter: Innovation und Technologie

Autoreninfo

Frank Pientka ist Principal Software Architekt bei Materna in Dortmund und Gründungsmitglied der iSAQB, die sich um die Zertifizierung von Software-Architekten kümmert. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit skalierbaren und flexiblen Diensten in der Cloud. Dabei setzt er sich intensiv mit innovativen Software-Themen auseinander. Darüber schreibt und referiert er über verschiedenen Kanäle.

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