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Mehr Digitalisierung für Gesundheitsämter mit der Quarantäne-App GESA

Durch das strenge Nachhalten der Infizierungsketten hat Corona bei den Gesundheitsämtern für viel Verwaltungsarbeit gesorgt. Wer sich mit Corona infiziert hat oder mit einem potenziellen Patienten Kontakt hatte, geht in die angeordnete häusliche Quarantäne. Die regelmäßige Betreuung ist für die Gesundheitsämter keine leichte Aufgabe. Auch hier hilft die Digitalisierung.

Die Einhaltung der Corona-Hygienerichtlinien verlangt von den Menschen viel Disziplin. Bei einer Infektion ist das Gesundheitsamt in der Pflicht, den aktuellen Gesundheitsstand des Patienten regelmäßig abzufragen, auch den der Kontaktpersonen. Das Gesundheitsamt stellt beispielsweise Fragen zu Symptomen sowie deren Verlauf. Da kann schnell eine hohe Anzahl an Kontaktaufnahmen entstehen, wie das Beispiel aus Dortmund zeigt: In Dortmund mussten sich bislang rund 7.000 Menschen in die 14-tägige Quarantäne begeben. Bei einem Anruf pro Tag ergibt dies 84.000 Telefongespräche, die das Gesundheitsamt führen muss, ganz gleich ob sich eine Infizierung entwickelt hat oder nicht. Telefonische Fragen besorgter Bürger zu beantworten, erhöht diese Zahl noch weiter. Die Dokumentation der Quarantäne-Fälle und daraus resultierende wiederkehrende Nachfragen bei Patienten und potenziellen Patienten belastet die Gesundheitsämter zunehmend.

Um hierfür eine digitale Unterstützung anzubieten, hat Materna die Quarantäne-App GESA entwickelt. GESA steht für GEsundheitsStatus App. Im Einsatz ist die App bereits im Gesundheitsamt der Stadt Dortmund.

Was genau kann GESA und wie funktioniert die neue App?

Das Gesundheitsamt schaltet die App für die Patienten im Rahmen einer Quarantäneverfügung frei. Nachdem der Nutzer sich die App für Android oder iOS heruntergeladen hat, erhält er eine ID und eine PIN und kann sich einloggen. Die Nutzung ist selbstverständlich freiwillig. Quarantäne-Patienten, die mitmachen möchten, tragen nun jeden Tag anhand eines Fragebogens zu Leitsymptomen wie z. B. Fieber selbstständig ihre Gesundheitsdaten ein, die an das Gesundheitsamt übermittelt werden. Das Gesundheitsamt verwaltet die Quarantäne-Fälle in einer Web-Applikation.

Überblick auf Knopfdruck

Die Menschen während der Pandemie gut zu betreuen und zu beraten, ist den Gesundheitsämtern ein großes Anliegen. Bei 80 Prozent der Bevölkerung verläuft die COVID-19 Infektion mild und erfordert nicht immer einen Anruf des Gesundheitsamtes. Dennoch sind die zu erfassenden Daten wichtig. Manche Bürger fühlten sich durch die Telefonate aber auch in zu hohem Maße überwacht, berichtet etwa das Gesundheitsamt in Dortmund. Durch den ausgefüllten Fragebogen lassen sich die Patienten unterschiedlich einstufen, sodass das Gesundheitsamt solche mit kritischen Vitalparametern bevorzugt behandeln kann.

Außerdem hat das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund jederzeit automatisiert einen Überblick, wie viele Menschen in Quarantäne sind. Diesen Überblick zu behalten, war nur noch mit hohem manuellen Zeitaufwand machbar. „Wir hatten keinen Knopf, auf den wir drücken konnten, um sofort zu wissen, wie viele Menschen am Stichtag in Quarantäne geschickt wurden“, berichtet Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung von GESA. „Dank der App können wir unsere Kapazitäten gezielt für dringliche Fälle einsetzen.“

Die Lösung ist individuell für jedes Gesundheitsamt anpassbar und Materna freut sich darauf, weitere Gesundheitsämter bei ihrer wertvollen Arbeit zu unterstützen.

Hier geht es zur GESA-Webseite www.materna.de/gesa.

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