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Hannover Messe und die Digitalisierung: Wie steht es um künftige Arbeitsplätze?

Die weltgrößte Industriemesse in Hannover hat wieder einmal anschaulich gezeigt, dass die Digitalisierung in Produktion und Fertigung rasant voranschreitet. Damit verbunden ist die Frage, ob wir mit neuen Technologien zusätzliche Arbeitsplätze schaffen oder nicht. Viele Experten sind weiterhin der Meinung, dass durch Innovationen tatsächlich neue Potenziale für den Arbeitsmarkt entstehen. Allerdings mit dem Hinweis, dass sich die Anforderungen an die Mitarbeiter verändern werden.

Im Deutschlandfunk sagte beispielsweise Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer: „Die Zahl der Jobs wird nicht kleiner werden, dazu haben wir genug Empirie über die Geschichte der Automatisierungstechnik. Je mehr Roboter in einem Land sind, desto mehr Beschäftigte werden neu eingestellt. Insofern kommt es darauf an, dass die Menschen mitgenommen werden und so qualifiziert werden, dass sie die neuen Tasks wahrnehmen können. Letztendlich stehen unter dem Strich mehr Jobchancen.“

Prof. Dr. Detlef Zühlke, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Produktionsautomatisierung an der TU Kaiserslautern, gilt als innovativer Vordenker für die Smart Factory. Seiner Meinung nach wird sich die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen weiter intensivieren. In Hannover zeigten Forscher aus Kaiserslautern dazu, wie Produktionsanlagen künftig durch noch mehr Automatisierung eine hoch individuelle Fertigung ermöglichen. In die Zukunft blickt Zühlke positiv: „Wir werden nach wie vor sehen, dass immer noch der Mensch derjenige ist, der die Dinge bestimmt, da brauchen wir in den nächsten 20, 30 Jahren keinerlei Ängste zu haben. Die Technik wird den Menschen nicht ersetzen beziehungsweise übergehen.“

Über mögliche Folgen der Digitalisierung hat sich Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, zur Hannover Messe ebenfalls Gedanken gemacht. In einem Interview sagt er: „Wie sich Digitalisierung letztlich auf die Gesamtzahl der Arbeitsplätze auswirkt, kann heute niemand sagen. Klar ist aber: Tätigkeitsprofile und Qualifikationsanforderun-
gen werden sich gravierend ändern.“ Weiterhin nimmt er die Arbeitgeber in die Pflicht, die künftig mehr Aus- und Weiterbildung für die Mitarbeiter anbieten sollten, um die Digitalisierung der Arbeitswelt zu unterstützen.

Redakteure der Deutschen Welle haben sich ebenfalls auf der Hannover Messe umgesehen und ihre Eindrücke rund um die Automatisierung zusammengefasst. Das abschließende Fazit lautet: Man wird in Hannover nicht müde zu betonen, dass die neuen Technologien, Maschinen und Roboter dem Menschen helfen sollen – und ihm nicht die Jobs wegnehmen werden.

Schlagwörter: Digital Experience, Digitalisierung der Arbeitswelt

Autoreninfo

Christine Siepe verantwortet die Unternehmenskommunikation bei Materna. Die Dipl.-Betriebswirtin ist seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig und sorgt für eine eindeutige Positionierung von Materna am Markt über verschiedene Kommunikationskanäle wie Print, Social und Online.

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