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Einzug in das Haus der Digitalisierung beim ÖV-Symposium

Die vergangenen Monate haben in vielen Organisationen die Herausforderungen und die Chancen der Digitalisierung verdeutlicht. Das 21. ÖV-Symposium, seit zwei Jahrzehnten das größte Branchen-Treffen der öffentlichen Verwaltung in NRW, fand dieses Mal live statt.

Das erste digitale ÖV-Symposium versinnbildlichte den Aufbruch der öffentlichen Verwaltung in die neue Dekade mit einer symbolischen Einweihung des Hauses der Digitalisierung. Rund 500 Teilnehmer waren am 3. September dabei, als die moderierte Talk-Runde mit namhaften Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kommunalverbänden live aus dem bauwerk.köln in die Büros und Homeoffices übertragen wurde.

Sowohl der per Videobotschaft zugeschaltete Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart als auch Martin Wibbe, CEO von Materna, unterstrichen die Bedeutung der gemeinsamen Gestaltung der Digitalisierung. Laut Hartmut Beuß, langjähriger Beauftragter der Landesregierung NRW für Informationstechnik (CIO), sind dem Land NRW dank dem planvollen Vorgehen und der guten Zusammenarbeit in der kommunalen Familie bereits große Fortschritte gelungen. Die Podiumsteilnehmer stellten fest, dass in der öffentlichen Verwaltung ein Kulturwandel stattgefunden hat und die Bereitschaft der Anwender für neue digitale Lösungen dynamisch gewachsen ist. Um das ambitionierte Ziel der Umsetzung des OZG bis Ende 2022 zu schaffen, sei es nun wichtig, Software und Projekte zu standardisieren und föderal übergreifende Lösungen zu finden. In der nächsten Phase wären die umzusetzenden OZG-Leistungen zu priorisieren, Fachverfahren mit Mehrwert und ein einheitliches Landesangebot zu etablieren. Sofern Prozesse digitalisiert sind, sollte sich der Blick weiterhin auf die interne Prozessautomatisierung aus Behördensicht richten.

Auf die Podiumsdiskussion folgte eine symbolische Schlüsselübergabe durch Hartmut Beuß an den neuen CIO des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, und ein virtueller Themenrundgang durch das bereits mit viel Liebe zum Detail ausgestattete Haus der Digitalisierung.

Das Wohnzimmer: Gesetzliche Grundlagen

Das Wohnzimmer steht stellvertretend für das E-Government-Gesetz, das Online-Zugangs-Gesetz und die elektronische Verwaltungsarbeit. Es ist schon komfortabel eingerichtet und bereit für den alltäglichen Einsatz. Das OZG schreibt vor, dass bis 31.12.2022 Online-Dienstleistungen für unterschiedliche Lebens- und Geschäftslagen von Bürgern und Unternehmen umgesetzt sein sollen.

Die Küche: Basiskomponenten

Die Küche, bei jeder Party der Ort für das gepflegte Gespräch, symbolisiert den Dialog mit dem Bürger. Themen wie eID, Service-Konto und das Behördenpostfach werden hier diskutiert. Die Möbel sind schon komplett und alles funktioniert, aber es ist noch nicht alles fertig dekoriert. Mit weiteren Zutaten wird das OZG mit Leben gefüllt, um Schmackhaftes für Bürger innen und Unternehmen zur Online-Nutzung bereitzustellen.

Das Arbeitszimmer: Schnittstelle zu den Bürgern

Digitale Bürgerservices und Verwaltungsangebote, Bildung, Ehrenamt und vieles mehr. Alles Themen, die digital noch ein wenig in den Kinderschuhen stecken, oder, um auf das Motto zurückzukommen, wo die Kisten noch nicht komplett ausgepackt und die Wände noch nicht vollflächig gestrichen sind.

Der Wintergarten – Innovation und Zukunftsprojekte

Im Wintergarten blicken wir abschließend auf das, was noch kommt. Services, die im Beet der Digitalisierung gerade heranwachsen. Künstliche Intelligenz, Digital-Lotsen, Bürgerassistenten, Cloud-Dienste. Als Keim oder Setzling bereits in Sicht und auch schon in der Erprobung, aber eben noch nicht im flächendeckenden Einsatz.

Des Weiteren gab es Vorträge und Best Practices aus vier verschiedenen Fachforen. Aktuelle Themen in der öffentlichen Verwaltung sind insbesondere das Onlinezugangsgesetz (OZG) in NRW, die ebenenübergreifende Zusammenarbeit bei der Umsetzung, Neuerungen zum EGovG NRW auf dem Weg zur digitalen Landesverwaltung NRW, das Serviceportal.NRW 2.0 und der Aufbau des Kommunalportal.NRW, um Portallösungen für alle Kommunen bereitzustellen.

Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Arbeit der Justizverwaltung mit dem vollelektronischen bundesweiten Registerportal für Unternehmensdaten, in das KI-Labor des IT-Dienstleisters der Landesregierung IT.NRW, den Einsatz von Robotic Process Management (RPA) zur vollautomatisierten Datenbereinigung oder neu entwickelte Apps wie die Quarantäne-App des Gesundheitsamtes Dortmund und die Ehrenamt-App der Stadt Gütersloh. Auch das spannende Thema Smart City wird erfolgreich weiterverfolgt: Gelsenkirchen erprobt in einem Open Innovation Lab auf dem großen Veranstaltungsgelände ARENA-Park Konzepte für eine vernetzte Stadt, von der Verkehrssteuerung und digital gesteuerten Beleuchtung bis zu Smart Health.

CIO Dr. Andreas Meyer-Falcke freut sich auf seine neue Aufgabe: „Auf diesem Fundament lässt sich gut aufbauen. Wir werden die Digitalisierung gemeinsam in Richtung Bürgerinnen und Bürger weiterentwickeln hin zu wirklich guten Services.“

Das ÖV-Symposium wird veranstaltet von Materna, Infora unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Landesregierung NRW für Informationstechnik und mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände.

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Autoreninfo

Kerstin Krüger ist als PR- und Marketing Projekt-Managerin bei Materna tätig. Zu ihren Schwerpunkten zählt die redaktionelle Betreuung verschiedener Kanäle der Unternehmenskommunikation.

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