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IT-Mittelstandsbericht

Digitalwirtschaft: Wie der IT-Mittelstand die digitale Transformation vorantreibt

Der ITK-Branchenverband Bitkom veröffentlichte im Juli den IT-Mittelstandsbericht 2019. In diesem werden die Leistungsfähigkeit und die Herausforderungen des IT-Mittelstands in Deutschland aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. Darüber hinaus geht der aktuelle Report insbesondere auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ein, da diese Technologie für viele Marktbeobachter als eine Schlüsseltechnologie des Digitalzeitalters gilt. Aber auch über die Konjunkturaussichten und die Beschäftigungssituation berichtet der Report.

Konjunkturtreiber IT-Mittelstand

Zu den zentralen Aussagen gehört, dass die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen haben. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg um 4 Prozent auf gut 495.000. Dagegen gingen die Umsätze leicht um 1 Prozent auf 73 Milliarden Euro zurück. Insgesamt ist das Geschäftsklima aber positiv. Die gute Marktentwicklung spürte auch Materna: Im Geschäftsjahr 2018 stellte der Dortmunder IT-Dienstleister 110 neue Mitarbeiter ein.

Mangel an IT-Experten bremst die Dynamik

Innovative IT-Projekte rund um die digitale Transformation sowie die Modernisierung von IT-Landschaften sind nur einige der Treiber, die aktuell für volle Auftragsbücher im IT-Mittelstand sorgen. Ausgebremst wird diese Dynamik jedoch durch den Mangel an Fachkräften, die solche Projekte realisieren können. Für IT-Mittelständler ist es eine echte Herausforderung, entsprechend ausgebildete und erfahrene Experten zu gewinnen. Jede unbesetzte Stelle wirkt sich zudem negativ auf Wertschöpfung und Innovationskraft der Unternehmen aus.

Um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken, tritt Bitkom für die Förderung digitaler Kompetenzen schon in der Schule ein. Außerdem sollte in der Berufs- und Studienorientierung intensiver für IT-Berufe geworben werden. Auch die duale Berufsausbildung sowie das duale Studium im IT-Bereich benötigen eine stärkere Vermarktung. Weiterhin wäre es wichtig, dass das Angebot an Informatik-Studiengängen ausgebaut wird, etwa in Kombination mit Ingenieur- und Sozialwissenschaften. Ergänzend dazu gibt es auch Ideen, wie Unternehmen die Situation zeitnah verbessern können, nämlich mit eigenen Initiativen zur Aus- und Weiterbildung.

Weiterbildung fördern

Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist immer noch ein wichtiger Baustein gegen den IT-Fachkräftemangel, der auch vergleichsweise kurzfristig seine Wirkung zeigt. Laut dem Bericht verfügen mittelständische Unternehmen allerdings oft nicht über die nötige Orientierung im Weiterbildungsdschungel: Nur 43 Prozent aller Unternehmen haben eine Strategie für die Vermittlung digitaler Kompetenzen an die eigenen Beschäftigen. Zudem fehlen für kleine und mittlere Unternehmen finanzielle Anreize, um ihre Mitarbeiter in Zeiten voller Auftragsbücher für Fortbildungen freizustellen – hier könnten wirtschaftspolitische Maßnahmen dafür sorgen, dass die Weiterbildung stärker genutzt wird. Eine ständige Weiterbildung ist aktuell wichtiger denn je, da kontinuierlich neue Technologien auf den Markt drängen, wie beispielsweise IT-Systeme für die Künstliche Intelligenz.

Welche Bedeutung hat KI für den IT-Mittelstand?

Für die deutsche Wirtschaft könnte die KI zu einer Basistechnologie für die vierte industrielle Revolution werden. Daher ist der Wissenstransfer rund um die KI für den Mittelstand auch so wichtig: Nur mit Einsatz von KI kann es gelingen, die international gute Wettbewerbsposition der deutschen Wirtschaft aufrechtzuerhalten – so die Aussagen des Mittelstandsberichts zur Relevanz von KI.

Lösungen für die Künstliche Intelligenz bieten große Potenziale in der Optimierung und Automatisierung von Prozessen in den Bereichen Logistik, Produktion, Einkauf und Beschaffung. Außerdem werden neue Produkte und Geschäftsmodelle durch den Einsatz von KI ermöglicht. Schon heute verändern sich durch die Digitalisierung die Wertschöpfungsnetzwerke. Bei digitalen Geschäftsmodellen stehen smarte Services und smarte Produkte im Vordergrund. Oftmals wird KI als der wesentliche Treiber der digitalen Transformation gesehen. Für die Praxis heißt das, dass KI-Funktionen zukünftig wesentlicher Bestandteil von Services, Produkten und Prozessen sein werden.

Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, erreichen damit Wettbewerbsvorteile, da sie mehr Wissen aus bestehenden Informationen ableiten und bessere Vorhersagen treffen können. Services und Produkte werden durch KI-Integration leistungsfähiger und helfen dabei, durch Optimierung und Automatisierung von Prozessen Kosten zu senken – damit steigt auch wieder die Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bitkom Mittelstandsbericht 2019 ist kostenfrei abrufbar unter: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Bitkom-Mittelstandsbericht-2019

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Autoreninfo

Christine Siepe verantwortet die Unternehmenskommunikation bei Materna. Die Dipl.-Betriebswirtin ist seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig und sorgt für eine eindeutige Positionierung von Materna am Markt über verschiedene Kommunikationskanäle wie Print, Social und Online.

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