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Digitalisierung wird für Industrieunternehmen zum Treiber des Wandels

In der Manufacturing-Branche ist ein Wandel spürbar. Die Digitalisierung hält Einzug und damit rücken noch stärker die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt. Technologie kann dabei entscheidend helfen.

Der Hintergrund ist sehr ernst: In den vergangenen Jahren haben US-Unternehmen wie Apple, Uber und Airbnb oder auch bei uns in Deutschland Zalando und Lieferando gezeigt, dass nahezu jede Industrie digitalisiert werden kann. Der Druck ist also groß, Digitalisierung nicht nur im eigenen Unternehmen voranzutreiben, sondern mithilfe von digitalen Geschäftsprozessen zum Treiber für einen ganzen Markt zu werden.

Silicon Valley im Maschinenbau?

Es ist ein großer Unterschied, ob Unternehmen Maschinen, Anlagen oder zum Beispiel medizinische Produkte herstellen oder ob sie eine Cloud-Born Company sind. Die Entwicklungsprozesse bei Maschinen dauern lange und die Ansprüche an die Qualität sind sehr hoch. Es geht also nicht darum, Maschinen in die Cloud zu heben. Vielmehr geht es darum, zusätzlich zu den physischen Produkten Mehrwerte zu liefern. Diese Mehrwerte sind oftmals digitale Services. Dafür braucht es wiederrum Technologie, Know-how und auch Manpower. In diesem Beitrag lesen Sie, wie Sie den Weg zu digitaler Wertschöpfung ebnen.

Digitalisierung muss einem Nutzen folgen

Digitalisierung passiert nicht von allein und auch nicht einfach so. Die erfolgreichen digitalen Anbieter lösen einen Bedarf ihrer Kunden. Nehmen wir das Beispiel Netflix: Der Nutzen ist Unterhaltung, also einen Film oder eine Serie anzuschauen. Aber brauche ich dafür einen Datenträger und ein Gerät, um die Daten auszulesen, oder reicht eine einfache Internet-Verbindung aus? Netflix befriedigt ein Bedürfnis, ohne dafür Hürden aufzubauen, bis auf einen monatlichen Preis von einigen Euros. Wie kommen sie zu genau diesem Preis? Welche aufwendige Finance Service-Struktur steckt dahinter? Ab dem Moment, in dem sie den Mehrwert bepreisen, spielen die Herstellungskosten quasi keine Rolle mehr. Kunden kaufen keine App oder einen einzelnen Film, sondern einen digitalen Service.

Nutzen identifizieren, Geschäftsmodell entwickeln

Es klingt so einfach: Was ist der Nutzen für Ihren Kunden? Die Frage ist schnell gestellt, die Beantwortung ist oftmals schwieriger. Die Industrie ist sehr gut darin, die Produktion am Laufen zu halten und einmal entwickelte Produkte, immer und immer wieder nach zu produzieren und zu verkaufen. Aber was bringen sie am Ende für einen Nutzen? Dafür nehmen wir ein anderes bekanntes Beispiel: Booking.com. Booking besitzt kein einziges Hotel und keine einzige Ferienwohnung. Das Geschäftsmodell vermittelt lediglich zwischen Gästen und Anbietern. Was ist der Nutzen: Suchen, Vergleichen und Buchen in einer App und das sehr leicht gemacht. Für Industrieunternehmen bedeutet das, dass sie, nachdem sie den wirklichen Nutzen erkannt haben, auch ein Geschäftsmodell daraus entwickeln können.

Die Technologiefrage

Nehmen wir an, Sie haben den Nutzen identifiziert und wissen auch, welches Geschäftsmodell Sie darum aufbauen wollen. Nehmen wir dafür ein abstraktes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie sind Hersteller von Rollstühlen. Der Mehrwert für Ihre Kunden ist Mobilität und Sie wollen einen zusätzlichen Service anbieten, der bei der Nutzung des ÖPNV unterstützt, wie zum Beispiel eine App. Welche Technologie sollten Sie nutzen? Das hängt davon ab, wo Ihr Service anfängt. Wenn Sie Daten aus den Rollstühlen sammeln möchten, um vorausschauende Wartung anzubieten, brauchen Sie Sensorik und eine Konnektivität. Die Daten sollten irgendwo gesammelt werden und am besten jederzeit erreichbar sein, genau wie Ihr Service. Daher wäre eine Cloud sinnvoll. Um das Serviceversprechen einzuhalten, brauchen Sie noch Partner, die Kunden im Notfall wieder mobil machen, z. B. am Bahnsteig ohne Aufzug. Zuletzt noch die Frage: Was kostet der Service und wer bezahlt ihn? In unserem Beispiel könnte das zum Beispiel die Krankenkasse sein.

Was lernen wir daraus?

Welche Technologie Sie für Ihr digitales Geschäftsmodell benötigen, hängt also vom Einzelfall ab. Sicherlich gehören jedoch die Cloud und agile Software-Entwicklung dazu. Richtig rund wird die Sache, wenn Sie den Zusatzservice in Ihre Prozesse integrieren und diese so umbauen, dass auch sie kundenzentriert sind.

Fassen wir zusammen: Die digitale Wertschöpfung fokussiert den Kundenutzen. Technologie dient dazu, den Mehrwert in ein Geschäftsmodell umzuwandeln. Denn am Ende geht es doch auch in der digitalen Welt um Wertschöpfung.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn wir auch Ihre digitalen Geschäftsmodelle unterstützen können: sales@materna.de. Oder lesen auf unserer Webseite nach.

Wir beraten unsere Kunden bei der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und Ideen für das Business der Zukunft. Gemeinsam definieren wir mögliche Use Cases, entwickeln Minimum Viable Products (MVP) und setzten die Lösungen global in Produktion. Wir helfen Ihnen, Ihr Geschäft digital voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit sicher zu stellen.

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Autoreninfo

Michael Müller ist Account Manager und Team-Koordinator Manufacturing im Geschäftsbereich Digital Transformation bei Materna.

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