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Cloud-CNFV Symbolbild

Ein neuer Stern am Software-Himmel: Was steckt hinter CNCF als Stiftung für die Cloud?

Innovationen und geeignete Standards gehören zusammen wie zwei Geschwister. Nur so kann ein Ökosystem mit verschiedenen Anbietern und Angeboten im gegenseitigen und fairen Wettbewerb entstehen.

Schon die Frühzeit der Industrialisierung zeigt die Bedeutung gemeinsamer Standards. Erst durch ihre Existenz konnten sich Innovationen durchsetzen. Auch die IT-Industrie konnte sich erst in den vergangenen Jahrzehnten so dynamisch entwickeln, weil es immer wieder Standards wie das Internet, den PC oder Linux gab. Bei einigen spannenden IT-Trends wie Internet of Things oder Cloud blieb bisher der große Durchbruch aus. Bisher konkurrieren nur Hersteller mit ihren größtenteils proprietären, miteinander nur eingeschränkt integrierbaren Lösungen.

Erfreulicherweise scheint sich dies gerade im Bereich Cloud-Infrastrukturen zu ändern, und das liegt vor allem an Google. Google legte mit der Spende seiner Cluster-Management-Software Kubernetes 2015 den Grundstein für die Gründung der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) unter dem Dach der sehr erfolgreichen Linux Foundation (LF ). Inzwischen liest sich die Mitgliederliste wie das Who‘s Who der Internet-Branche.

Als zweites bedeutendes Projekt starteten Docker und CoreOS noch im gleichen Jahr unter dem LF-Dach die Open Container Initiative (OCI). Auch die über zehn dort betreuten Projekte entwickeln sich zu führenden Produkten im Cloud-Management-Markt. Für einzelne werden auch Anbieter-Zertifizierungen (KCSP) und Certified Kubernetes Administrator (CKA) angeboten. Der Erfolg des Internets beruht auf offenen Standards und Zusammenarbeit. Nur so können alle Beteiligte profitieren, ohne zu sehr in die Abhängigkeit eines dominierenden Infrastrukturanbieters zu geraten. Die für den Betrieb großer verteilter Systeme nötige Software kann besser und schneller entwickelt werden. Getreu dem Motto, dass man in der Gemeinschaft mehr als jeder Einzelne allein bewegen kann.

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Autoreninfo

Frank Pientka ist Principal Software Architekt bei Materna in Dortmund und Gründungsmitglied der iSAQB, die sich um die Zertifizierung von Software-Architekten kümmert. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit skalierbaren und flexiblen Diensten in der Cloud. Dabei setzt er sich intensiv mit innovativen Software-Themen auseinander. Darüber schreibt und referiert er über verschiedenen Kanäle.

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