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Arbeitswelt 4.0: Wer automatisiert, muss auch die Weiterbildung fördern

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsmarkt. Alte Berufe fallen weg, neue Betätigungsfelder entstehen. Unsere Kinder werden künftig in Jobs arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Bei all diesen Veränderungen sollten Manager einen kühlen Kopf bewahren und die Situation der Mitarbeiterqualifizierung individuell in ihrer Organisation analysieren. Damit die Planung besser gelingt, entwickelten Forscher der Technischen Hochschule Mittelhessen ein Modell, das fünf voneinander abgrenzbare Qualifikationsgruppen definiert.

Die Gruppe der Arbeitnehmer mit einer mittleren Qualifikation zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, dass sie trotz gutem Bildungsniveau oftmals Tätigkeiten mit nur durchschnittlichem Anforderungsgrad ausführen. Dazu gehören vor allem Routinetätigkeiten in administrativen Bereichen. Hier arbeiten Mitarbeiter nach vorgegebenen Mustern und müssen keine neuen Lösungsansätze schaffen. Diese Mitarbeiter sind zudem in der Lage, ihre Handlungen zu reflektieren und Verantwortung für sie zu übernehmen.

Es sind jedoch genau solche Routinetätigkeiten, die sich durch neue Technologien künftig stärker automatisieren lassen. Assistenzsysteme mit Künstlicher Intelligenz oder die Automatisierung von Abläufen durch Software-Roboter, wie sie heute schon mit Robotic Process Automation (RPA) verfügbar ist, können dazu führen, dass sich diese Arbeitsplätze stark verändern. Die Forscher der Hochschule sprechen sogar explizit davon, dass Menschen mit mittlerer Qualifikation zu den potenziellen Verlierern der Digitalisierung gehören könnten.

Ganz so dramatisch sehen wir die Situation nicht. In unseren täglichen Kundenprojekten arbeiten unsere Experten mit KI-Systemen und führen RPA-Lösungen ein. In diesen Vorhaben geht es häufig darum, die Menschen von monotonen und fehleranfälligen Routinearbeiten zu befreien. Natürlich verändert sich dadurch der Arbeitsplatz, aber die Mitarbeiter erhalten auch mehr Freiheiten, um kreative und verantwortungsvollere Tätigkeiten zu übernehmen.

Geschäftsführer sollten daher die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter frühzeitig planen. Aus ihren Gesprächen mit Unternehmern haben die Forscher erkannt, dass häufig eine berufliche Weiterbildung notwendig ist, um die durch eine Automatisierung neu gewonnenen Freiräume betriebswirtschaftlich sinnvoll nutzen zu können.

Lesen Sie eine Zusammenfassung der Analyse in einem Fachbeitrag im Online-Magazin Industry of Things.

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Autoreninfo

Christine Siepe verantwortet die Unternehmenskommunikation bei Materna. Die Dipl.-Betriebswirtin ist seit 25 Jahren im Unternehmen tätig und sorgt für eine eindeutige Positionierung von Materna am Markt über verschiedene Kommunikationskanäle wie Print, Social und Online.

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