Philipp KleinmannsInnovation und Technologie

Welche Cloud-Lösung ist für welches Unternehmen geeignet?

Der Weg in die Cloud ist für IT-Manager immer auch eine Abwägung von Wirtschaftlichkeit und Datenschutz. Doch welche Varianten kommen überhaupt in Frage und wie gelingt der Einstieg?

Wer bei Amazon einkauft oder eine Internet-Suchmaschine verwendet, nutzt unbemerkt die Vorteile der Cloud. Eine hohe Skalierbarkeit der im Hintergrund arbeitenden IT-Systeme bewirkt beispielsweise, dass es auch in der Weihnachtszeit nicht zu längeren Wartezeiten beim Stöbern im Online-Shop kommt.

IT-Konzerne wie Amazon mit AWS und Microsoft mit Azure sind für ihre Cloud-Leistungen bekannt. In vielen Unternehmen beziehen die Fachabteilungen daher IT-Leistungen von diesen Anbietern – allerdings häufig ohne das Wissen der internen IT-Organisation. Mit welchen Alternativen kann der IT-Manager gegen diese Selbstständigkeit der Fachabteilung argumentieren?

Cloud ist nicht gleich Public Cloud

Viele Vorteile einer Cloud-Umgebung lassen sich auch dann nutzen, wenn Unternehmen ihre Daten nicht in die Public Cloud übertragen möchten oder dürfen. Neben der Bereitstellung von Diensten in einer Public Cloud existieren folgende Möglichkeiten:

Die Private Cloud ist eine Bereitstellungsart, bei der die Dienste entweder im eigenen Rechenzentrum betrieben werden oder – je nach Definition – in einem dedizierten Bereich eines externen Rechenzentrums. Im Falle einer Managed Private Cloud erhält ein externer Anbieter Zugriff auf einzelne Schnittstellen der eigenen Private Cloud, um den laufenden Betrieb der Lösung zu übernehmen. Die Private Cloud besitzt prinzipiell dieselben Kennzeichen wie die Public Cloud. Aufgrund der geringeren Größe ist mit Einschränkungen bei der Elastizität und der Teilung von Ressourcen zu rechnen.

Eine Community Cloud wird für eine definierte Gruppe von Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen mit Gemeinsamkeiten betrieben und ist nicht öffentlich verfügbar. Durch diese Bereitstellungsart lassen sich spezielle Anforderungen dieser Gruppe abbilden. Ein Beispiel für eine Community Cloud ist die im Aufbau befindliche Bundescloud, aus der später alle Bundesbehörden IT-Dienste beziehen können. Der Zusammenschluss mehrerer Betreiber erreicht eine bessere Auslastung geteilter Ressourcen.

Die Hybrid Cloud ist eine Mischform aus Private und Public Cloud. Hier verbleiben einige Daten im eigenen Rechenzentrum und andere sind in der Public Cloud gespeichert. Durch diese Form lassen sich Vorteile aus beiden Welten kombinieren: Konstante Workloads mit kritischen Daten verbleiben im eigenen Rechenzentrum, wohingegen dynamische Workloads mit weniger kritischen Daten in die Public Cloud verschoben werden. Bei dieser Bereitstellungsart ist aufgrund der verteilten Umgebung darauf zu achten, welche Datenmengen zwischen den Systemen übertragen werden.

Entscheiden Sie selbst

Welche dieser vielen Möglichkeiten ist nun die richtige für die eigenen Anforderungen? Wie lassen sich Self-Services für die Anwender bereitstellen, automatisieren und bei Bedarf Public Cloud-Dienste zu einer hybriden Lösung integrieren? Für alle diese Fragen bietet Materna verschiedene Beratungspakete und Lösungen, von der Standortbestimmung bis zur Transformation der IT. Mehr dazu lesen Sie auf der Webseite Cloud Management.

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