┊ Michael Kuschke ┊ Menschen und Unternehmen

Was macht eigentlich ein IT-Architekt?

Das Wort Architekt stammt aus dem Griechischen bedeutet so viel wie „Oberster Handwerker“. Doch nicht nur beim Bauen von Gebäuden braucht es einen Vordenker. Dies gilt auch für die IT. Hier ist es der IT-Architekt, der konzipiert, baut und dafür sorgt, dass aus den ersten Skizzen zwar keine bewohnbaren Gebäude aber dafür funktionierende IT-Landschaften werden.

Neulich beim Kunden: Es gab eine kontroverse Diskussion, wie die notwendige Modernisierung einer bestehenden und in die Jahre gekommenen IT Umgebung gestaltet werden soll. Alles neu und in die Cloud oder doch lieber nur ein neues Frontend vor der bewährten und soliden Plattform? Mit Kauf-Software oder alles Open Source, selbst betrieben, in einer Public Cloud oder lieber ein hybrider Ansatz? In solchen Situationen muss ein IT-Architekt den Blick für das große Ganze behalten. Er muss die Balance finden zwischen den neuen Anforderungen und dem Wunsch nach Flexibilität und Agilität einerseit, sowie dem stabilen Betrieb des Kerngeschäftes auf das anderen Seite. Hier muss der IT-Architekt breit aufgestellt sein, methodisch sattelfest, auf einen Schatz an Erfahrungen zurückgreifen können und die richtigen Worte finden, um trotz kontroverser Meinungen die für die IT-Landschaft richtige und auch oftmals komplexe Entscheidung herbeizuführen.

Dafür bringt der IT-Architekt am besten einige Jahre Berufserfahrung als Informatiker oder Wirtschaftsinformatiker mit. Dabei hilft es, wenn man sowohl Entwicklung als auch Betrieb einmal „am eigenen Leibe“ erfahren hat. Das ist der Grund, warum viele IT-Architekten zuvor in unterschiedlichen Rollen oder als IT-Berater gearbeitet haben und dabei auch bis zur Führung entsprechender fachlicher Teams gekommen sind. Denn fundierte Erfahrung in der Führung und Motivation von Teams sowie der Verteidigung gegen Management und Fachseite ist ganz wichtig. Wer seine Karriere beispielsweise bei einem Unternehmen im IT-Betrieb gestartet hat, dort bis zur Gruppen- oder Abteilungsleitung vorgestoßen ist, dies auf aber Dauer zu wenig ist und dann sein Heil in der Beratung gesucht hat, ist ein guter Kandidat für einen IT-Architekten.

Spaß an neuen Trends und Technologien

Vielfältigkeit ist also ein typisches Merkmal eines IT-Architekten. Bei Materna suchen wir daher auch eher Generalisten als Spezialisten für den Job des IT-Architekten. Er oder sie sollte sich nicht scheuen, Neues anzugehen, dabei andere mitnehmen und überzeugen können. Dem IT-Architekten muss es Spaß machen, sich regelmäßig in neue Trends und Technologien einzuarbeiten, sie bis zu einem gewissen Grad zu verstehen, aber nicht den Fokus darauf zu legen, eine Technologie oder ein Produkt bis ins letzte Detail zu beherrschen. Bevor das geschieht, muss sich der Architekt schon wieder in andere Technologien von anderen Herstellern einarbeiten – und das Ganze ohne festen Lehrplan des Herstellers. Hier sind Kreativität, Erfahrungsschatz, Lösungsorientierung und eine gehörige Portion Selbstmotivation gefragt.

Konkret heißt das, ein IT-Architekt konzipiert und optimiert komplexe IT-Infrastrukturen und moderne Cloud-Lösungen für verschiedene Kunden von Materna. Konzepte und Lösungsarchitekturen werden ausgearbeitet. Kollegen aus dem technischen Consulting und der Prozessberatung werden eingebunden und begleitet. IT-Architekten erstellen gemeinsam mit den unterschiedlichen Spezialisten Lösungsentwürfe und Aufwandsschätzungen bei der Angebotserstellung für umfangreiche Projekte. Sie führen Assessments zur Anwendungs- und IT-Infrastruktur durch, beraten bei der strategische Architektur und Plattform und moderieren Kundenworkshops. Oftmals geht es heute um Projekte im Cloud-Umfeld – sowohl „Green Field“-Projekte als auch Carve-out oder Migrationsprojekte, bei denen bestehende Anwendungssysteme in Cloud-Umgebungen migriert oder mit diesen angereichert werden.

Erfahrungsschatz einsetzen

Gebraucht werden hierfür Erfahrungen aus Unternehmensarchitekturprojekten sowie methodisches Know-how aus Enterprise Architecture Management (EAM) – z. B. dem IT-Architektur-Framework TOGAF, Wissen zur IT-Bebauung und die Anwendung von speziellen Werkzeugen zum Design von Unternehmensarchitekturen. Wünschenswert ist ein TOGAF-Zertifikat oder vergleichbares. Hilfreich sind in jedem Fall Erfahrungen aus einer Betriebsverantwortung für ein Rechenzentrum oder für ein operatives Team im Rechenzentrumsbetrieb.

Vielfalt ausleben

Angehende IT-Architekten erwartet also eine sehr vielfältige Arbeit mit viel Kontakt zu Kunden und anderen Kollegen. Nicht selten übernehmen IT-Architekten bei uns auch aktiv die Verantwortung für ein Kompetenzfeld. Auch was die Projekte angeht, ist Abwechslung sicher. Kein Kunde gleicht dem anderen – weder in Art, Organisation noch Anforderung. Da ein IT-Architekt sehr eigenverantwortlich unterwegs ist, setzt er oder sie die gegebenen Freiheiten in verantwortlicher Art für die beste Lösung für den Kunden ein.

Wer noch mehr wissen möchte, liest einfach unsere aktuell ausgeschriebene Stelle als IT-Architekt Cloud/Infrastruktur (m/w).

Schlagwörter: , , , ,