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Was kann OpenStack, was andere nicht können?

Die Cloud hat die IT-Welt inzwischen fest im Griff. Kann das interne Rechenzentrum hier mithalten? Welche Bedeutung hat die Architekturplattform OpenStack? Der  Einsatz von OpenStack im Rechenzentrum bietet so einige Vorteile.

Software-Hersteller und Rechenzentrumsbetreiber liebäugeln gleichermaßen mit der Architekturplattform, da OpenStack das Rechenzentrum aus seiner Isolation befreit. Seine offenen Schnittstellen zur Virtualisierung von Computing, Storage und Netzwerk erlauben die Integration von – auch auf OpenStack basierten – Fremdressourcen. Die OpenStack Compute-Komponente unterstützt inzwischen alle gängigen Hypervisoren, so dass beim Einsatz von OpenStack nicht direkt ein kompletter Umbau des Rechenzentrums notwendig ist.

Auch die Storage-Komponenten von OpenStack setzen auf bestehendes Storage, fügen aber neue Funktionalitäten hinzu, wie beispielsweise eine einheitliche Schnittstelle mit einem eigenen Object Store und einem Image Service. Dies dürfte für die meisten Rechenzentren neu sein. OpenStack führt dies ein und ermöglicht damit einen geordneten Cloud-Betrieb von Images für virtuelle Systeme. Das OpenStack Netzwerk-Modul erlaubt die automatisierte Verwaltung der klassischen Netzwerkelemente wie IP-Adressen, Subnetze, VLANs und VPNs, stellt aber auch einen Zugang zu Software Defined Networks der Virtualisierungshersteller oder auch Open-Source-SDN-Plattformen wie beispielsweise OpenDaylight dar.

Gerade für verteilte Ressourcen bieten neue OpenStack-Versionen mit dem Identity-Modul ein föderiertes Benutzer-Management. Ein Dashboard bietet einheitliche und herstellerunabhängige Management-Sichten über die unterschiedlichen Ressourcentypen sowie eine einheitliche Orchestrierungskomponente.

Damit präsentiert sich OpenStack als die Plattform für den Cloud-Betrieb. Es bietet quelloffen die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und wird gleichzeitig von vielen Herstellern und RZ-Betreibern akzeptiert – die entscheidenden Argumente für das Cloud Computing.

Neben den herstellerunabhängigen Schnittstellen und Management-Oberflächen bietet OpenStack mit dem Telemetrie-Modul auch Daten zur Nutzung der Ressourcen, die es ermöglicht, individuelle Abrechnungsverfahren zu erstellen. Damit hebt sich ein OpenStack-Rechenzentrum tatsächlich von einem virtualisierten Rechenzentrum ab. Denn es ermöglicht eine bedarfsorientierte Abrechnung von Leistungen auf Basis diverser Nutzungsdaten.

Dies ist darüber hinaus ein erster Schritt, als interner Cloud-Provider erkannt zu werden, denn die Anwender bezahlen nicht die IT als Umlage oder in überdimensionierten Blöcken sondern gemäß ihrer Nutzung.

OpenStack stellt einzelne Funktionen als Bausteine zur Verfügung, die in Summe einen Cloud-Betrieb ermöglichen. Aufgrund der vorhandenen Schnittstellen lassen sich Bausteine aber auch leicht ersetzen und durch für die individuellen Anforderungen geeigneteren Komponenten austauschen. In der Praxis geschieht dies meist bei vorhandenen und von der IT beherrschten Elementen, vor allem bei bereits eingesetzten Deployment-Werkzeugen und Storage-Lösungen. So lassen sich für das jeweilige Aufgabengebiet spezialisierte Umgebungen erstellen, die jedoch weiterhin nach dem gleichen Schema funktionieren und die beschriebenen Vorteile erhalten.

Rechenzentrumsbetreiber, die eine wachsende Schatten-IT wieder in geregelten IT-Betrieb zurückführen und ihren Anwendern Kostentransparenz und Agilität eines Cloud-Anbieters bieten wollen, sollten OpenStack als Plattform näher betrachten.

Welche Leistungen Materna im Umfeld OpenStack anbietet, ist auf der OpenStack Landing Page nachzulesen.

 

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