Frank PientkaInnovation und Technologie

Vom Mobile First zum Mobile Now Mover

Da heute bereits fast die Hälfte aller Zugriffe auf Suchmaschinen und Seiten über den Browser eines Mobilgerätes erfolgen, reicht ein etwas kleiner machen nicht mehr aus. Nicht nur bei den mobilen Web-Seiten trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Ebenso stellen sich an die neue Generation mobiler Anwendungen andere Anforderungen an Bedienbarkeit, Benutzererlebnis und Funktionalität.

Als Steve Jobs im Januar 2007 das erste iPhone zeigte, schuf er neben einer neuen Produkt-Gattung auch einen weltweiten Milliardenmarkt für Dienste. Bereits 7 Jahre später werden digitale Medien häufiger auf Smartphones als auf Desktops genutzt.

Lesen Sie hierzu die früheren Blog-Beiträge „Was kommt nach der PC-Ära“ und „Die Browser- und Betriebssystemkriege sind vorüber„.

Bei Unternehmens-Apps reicht nicht eine abgespeckte Version des Newstickers. Gefordert ist eine tiefe Integration in das Unternehmens- und IT-Backend, um Geschäftsprozesse mobil abbilden zu können und einen echten Mehrwert für Mitarbeiter, Partner und Kunden zu erzeugen.

Doch mit den neuen Möglichkeiten und Einsatzszenarien wachsen auch die An- und Herausforderungen an die App. So werden Apps nicht mehr „auf der grünen Wiese“ und als Insellösung entwickelt. Um qualitativ hochwertige Anwendungen zur Verfügung zu stellen, müssen Qualitätsmerkmale, wie Sicherheit, Update-Fähigkeit, Offline-Fähigkeit und dynamische Skalierbarkeit der Backend-Dienste gewährleistet sein. Im Gegensatz zu internen Anwendungen spielt die Usability und Experience bei mobilen Anwendungen eine viel größere Rolle. Einerseits müssen die Design-Richtlinien der jeweiligen Plattform möglichst konform umgesetzt werden, andererseits möchte man gerade bei mehreren Zugangskanälen eine ähnliche und konsistente Usability erreichen. Ähnlich, wie beim Problem der „Quadratur des Kreises“, kann man sich der Lösung nur in kleinen Schritten annähern. Lesen Sie hierzu den früheren Blog-Beitrag „Best Practices für mobile App-Entwicklung„.

Beim „Mobile First“-Ansatz wird die Oberfläche zunächst für kleinere Displays wie Smartphones entwickelt und erst danach für größere Desktop-Bildschirme. Dabei liegt der Fokus auf der Navigation, der Performance und der Priorisierung der kontextabhängigen Informationen.

Was früher „Nice-to-have“ war, wird heute zur unternehmenskritischen Anwendung in Vertrieb, Qualitätsmanagement oder Kundenservice.

Die „Mobile Web Experience“ im Frontend und eine nahtlose Integration der Backend-Systeme werden zunehmend zum Erfolgsfaktor bei der digitalen Transformation der Unternehmen. Gilt „mobile now“ auch bei Ihnen?

Lesen Sie auch den Beitrag „The Messenger is the Message„.