Christine SiepeDie digitale Welt

Veränderungsprozesse erfolgreich kommunizieren

Nichts ist beständiger als der Wandel. Dennoch ist es für Menschen immer wieder schwierig, mit neuen Situationen umzugehen. Da hilft nur eine professionelle Change-Kommunikation.

Die Pubertät: Alles war schwierig. Niemand konnte es uns recht machen. Teenager machen einen Wandel durch, auf den sie keinen Einfluss haben. Unternehmen dagegen können sehr wohl darauf einwirken, dass Transformationsprojekte gelingen.

Unternehmen, die ein Change-Projekt kommunikativ begleiten möchten, sollte den Veränderungsprozess in fünf Schritten adressieren.

  • Vision und Strategie entwickeln und kommunizieren
  • Motivation und Partizipation erzeugen
  • Multiplikatoren identifizieren, kommunizieren und involvieren
  • Erfolge messen und aufzeigen
  • Stabilität und Nachhaltigkeit im Veränderungsprozess

Der Ursprung dieser fünf Schritte geht zurück auf Richard K. Streich, Professor für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften an der University of Applied Sciences in Paderborn. Er hat das Modell der „emotionalen Reaktionen in Change-Management-Prozessen“ entwickelt. Seine Forschungsergebnisse helfen beim Aufsetzen geeigneter Kommunikationsschritte.

Je nach Projektphase werden online und offline Kommunikationsinstrumente kombiniert. Ein Portal ist eine gute Basis, um schrittweise für jede Phase die jeweils benötigten Aspekte zielgruppengerecht bereitzustellen. So lassen sich wahlweise alle Mitarbeiter, nur die Führungskräfte, Multiplikatoren oder das Change-Team ansprechen. Videobotschaften, Animationen, Infografiken und Webinare helfen dabei, die unterschiedlichen Themenkomplexe über die Projektdauer hinweg zu den jeweils geeigneten Zeitpunkten zu adressieren. Als digitale Kanäle kommen beispielsweise Medien wie ein Change TV-Format, ein Newsletter, ein Blog oder das bereits erwähnte Portal zum Einsatz.

Aber auch nicht-digitale Maßnahmen der Change-Kommunikation sind notwendig. Plakate, Flyer, Handouts oder ein Kummerkasten erreichen die Mitarbeiter in der Kantine, an der Stechuhr sowie in den Kaffeeküchen. Ein Logo, das kontinuierlich auftaucht, prägt sich ein und steht positiv für den Wandel. Multiplikatoren, die als verlängerter Arm für das Change-Team operieren, pflegen den direkten Draht zu den Mitarbeitern und müssen kontinuierlich mit Material versorgt werden.

Ist der eigentliche Wandel vollzogen, gilt es, die neuen Prozesse nachhaltig zu festigen. Jetzt darf das Change-Projekt nicht ins Stocken geraten, denn die Mitarbeiter müssen sich mit der neuen Situation auch langfristig identifizieren. So sollte etwa das Portal bestehen bleiben und Mitarbeiter weiterhin mit Informationen versorgen – idealerweise über laufende Erfolge, die sich durch den Wandel ergeben haben.

Kämpfen Sie sich aber nicht alleine durch Ihren Veränderungsprozessen, denn das Managen von Veränderungen ist keine alltägliche Arbeit. Nutzen Sie externe Umsetzungsberatung für die Change-Kommunikation, die mit dem nötigen Know-how und kreativen Ideen dem Change-Prozess den richtigen Schwung verleihen.

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