Christine SiepeDie digitale Welt

Studie: Digitale Transformation

Es kommt selten vor, dass sich Marktforscher und andere Auguren weitgehend einig sind, wie sich die IT entwickeln wird. Doch beim Thema digitale Transformation scheint dieser Fall eingetreten zu sein. Fast alle Marktbeobachter sehen das Digital Enterprise und den Weg dorthin als eine der zentralen Aufgaben, die CIO und CEO in den kommenden Monaten adressieren müssen.

„Aufgrund der zunehmenden Zahl digitaler Touchpoints und technologischer Treiber wie Cloud, Big Data und Social Media erlangt die digitale Transformation eine neue Bedeutung“, erläutert Martin Köpke, Vice President Digital Enterprise bei Materna. „Hierbei werden digitale Technologien wie Social Media und Analytics sowie neue Endgeräte eingesetzt, um Unternehmen erfolgreicher zu machen. Ein mittlerweile klassisches Einsatzgebiet ist ein verbessertes Management der Kundenerfahrungen – auch Customer Experience genannt – zur Stärkung der Wettbewerbsposition. Die Digitalisierung erschließt aber auch ganz neue Geschäftsmodelle durch das Loslösen vom Produktverkauf hin zur Umstellung des Geschäftsmodells auf den Nutzen des Produktes.“

Das sehen auch viele Unternehmen so. Eine im Auftrag von Materna durch Pierre Audoin Consultants (PAC) erstellte Studie zu den Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in Vertrieb, Marketing und Personalwesen zeigt klar: Für die Hälfte der befragten Unternehmen ist die Digitalisierung kein Hype, sondern ein langfristiger Trend. Konkrete Projekte sind demnach vor allem in Marketing, Vertrieb und Personalwesen zu finden, wobei der Dienstleistungssektor dem verarbeitenden Gewerbe etwas voraus ist. Für die Studie wurden 100 Verantwortliche in diesen Bereichen in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt.

Der Grundtenor ist eindeutig: Fast 70 Prozent der Studienteilnehmer erwarten in den beiden kommenden Jahren sehr starke oder zumindest deutliche Veränderungen für das eigene Unternehmen durch die digitale Transformation. Auch sieht die Mehrheit der Führungskräfte laut der Umfrage das Innovationspotenzial der Digitalisierung nicht ausgeschöpft. Was diese Ergebnisse besonders interessant macht: Alle Befragten sind in ihren Unternehmen in verantwortlichen Positionen in Marketing und Vertrieb oder im Personalwesen. Es wurden explizit keine IT-Manager befragt. Das wiederum zeigt, dass innerhalb der Unternehmen ein hohes Maß an Wissen um die Digitalisierung vorhanden ist und diese aus den Fachbereichen getrieben wird: „Die Fachbereiche sind heute mehr in IT-Entscheidungen involviert als früher“, so Frank Niemann, Vice President Software & SaaS Markets bei PAC und Leiter der Studie. „Sie stellen konkrete fachliche Anforderungen, verfügen vielfach noch über kein eigenes Budget. Das liegt beim CIO und bei der IT-Leitung. Die IT ist also nicht außen vor.“

Welche Herausforderungen und Risiken ein Unternehmen auf dem Weg zum Digital Enterprise meistern muss, ist sehr individuell. Für eine erfolgreiche Transformation ist deswegen eine eigene, auf die Unternehmenssituation angepasste Strategie notwendig.

Wenn Sie an den Studienergebnissen interessiert sind, dann können Sie diese Studie Digitale Transformation zum Download.

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