Jochen LarbigInnovation und Technologie

ServiceNow als Entwicklungsplattform

ServiceNow ist primär bekannt als eine „Software as a Service“-Lösung für das IT-Service-Management. In den vergangenen Jahren hat das US-Unternehmen seine Plattform für Applikationen jeder Art geöffnet. Damit lassen sich Geschäftsprozesse mittels der Plattform digitalisieren und sind fortan in einem einheitlichen Portal für alle Mitarbeiter nutzbar. Mit den nachfolgenden vier Schritten schöpfen IT-Abteilungen das volle Potenzial aus.

Konzeption: Die Fachabteilung dokumentiert ihre Anforderungen über einen standardisierten Eingangskanal, beispielsweide den Servicekatalog. Die IT überprüft die Anforderungen auf ihre Machbarkeit und Eignung für ServiceNow-Plattform. Eventuelle Risiken werden präzise formuliert.

Entwicklung: Die neue Applikation wird nun in ServiceNow umgesetzt. Die Technologie-Plattform von ServiceNow bietet den Vorteil, dass neue Applikationen direkt im Browser konfiguriert werden können und somit direkt sicht- und nutzbar sind. Oberflächen und Anwendungslogik werden nicht mehr programmiert, sondern nur noch konfiguriert. Das versetzt auch Fachabteilungen in die Lage, die Anwendung möglichst selbstständig umzusetzen. Hierbei werden beispielsweise Anleitungen, Richtlinien und Best Practices, die für die Entwicklung relevant sind, an einer zentralen Stelle hinterlegt. Die IT wird erst bei der Umsetzung komplexer und applikationsspezifischer Anforderungen sowie bei allen plattformweiten Änderungen involviert.

Rollout: Die Konfiguration des Systems wird fortlaufend in der ServiceNow-Plattform durch den Entwickler dokumentiert. Sowohl die IT-Abteilung als auch die späteren Nutzer testen die neue Applikation. Nach erfolgreichen Tests wird die Applikation in den Betrieb überführt und auf dem Produktivsystem bereitgestellt.

Betrieb: Nach dem erfolgreichen Rollout ist die IT-Abteilung verantwortlich für Support und Betrieb der Plattform sowie der einzelnen Applikationen. Dabei wird auf die in der ServiceNow-Plattform durch die Entwicklung hinterlegte Dokumentation zurückgegriffen. Zum Betrieb gehört auch das Ende des Lebenszyklus einer Applikation. In diesen Fällen führt die IT-Abteilung den Export der Daten aus dem System durch und ist verantwortlich für das Deaktivieren der Applikation aus dem Produktivsystem.

Mit diesen Schritten kann die IT-Abteilung, Geschäftsprozesse schnell und kostengünstig digital abbilden und gleichzeitig die Nutzung auf jedem Endgerät zu ermöglichen. Denn mit altbewährten Methoden ist die IT nur schwer in der Lage, mit diesen Anforderungen Schritt zu halten.

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