Frank PientkaInnovation und Technologie

Per Anhalter durch die Java-Galaxie (Teil 2)

JavaSE und seine Schwester JavaEE sind von frechen Jugendlichen zu reifen Erwachsenen herangereift. Ihr Bruder JavaME ist ihnen dabei abhandengekommen. Die Zeiten, in denen Applikations-Server die Flaggschiffe für Java EE waren, sind zwar vorbei. Die eingetretene Marktkonsolidierung hinterließ neben einer kurzen Unsicherheit auch eine neue Übersichtlichkeit. Sie ist letztendlich Ausdruck eines gereiften Marktes.

Inzwischen läuft Java fast überall – von kleinen bis zu großen Geräten. Nach dreißig Jahren wird die Sun-Vision vom „The Network Is The Computer“ mit dem Internet-der-Dinge und Cloud Computing Wirklichkeit. Endlich stehen mit Milliarden über das Internet kommunizierenden Geräten und im Netz nahezu unbegrenzt und jeder Zeit verfügbaren Ressourcen Kapazitäten bereit, die unseren Alltag verändert haben und werden.

Die Stärken von Java sind nach wie vor Stabilität, Flexibilität und Offenheit. Was ursprünglich von einer Handvoll Entwickler entworfen wurde, wird inzwischen milliardenfach in verschiedenen Anwendungen und auf unterschiedlichsten Geräten eingesetzt und von Millionen von Programmierern verwendet. Auch wenn Java unser Leben nicht, wie in der „Vorwarnung“ des Java-Tutorials verändert hat, so hat es die Software- und Programmierlandschaft doch sehr bereichert. Letztendlich bleibt Java mehr als die Summe seiner Teile.

Als Cobol des 21-ten Jahrhunderts brauchen sich zumindest Java-Programmierer keine Zukunftssorgen zu machen und führen immer noch viele Job- und Projektstatistiken an. Die Zukunft der Java-Plattform ist, nach stürmischen Zeiten, bei Oracle und dem dazu gehörigen Java Community Process (JCP) in guten Händen.

Weitere Informationen:

http://zeroturnaround.com/rebellabs/a-short-history-of-nearly-everything-java/

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