Frank PientkaInnovation und Technologie

Mobile Enterprise verändert die Arbeitswelt – ByoD ist tot, es lebe CyoD

Dadurch, dass viele Arbeits- und Geschäftsprozesse heute nicht mehr an einen festen Ort oder eine feste Zeit gebunden sind, müssen diese von der IT anders, als dies bislang der Fall war, unterstützt werden. Der Zugriff über mobile Geräte stellt hier neue Anforderungen an digitale Unternehmen. 

Die ersten mobilen Unternehmensanwendungen beschränkten sich auf ein abgespecktes Internet-Informationsangebot und waren eher im Marketing-Bereich angesiedelt. Um erste Erfahrungen zu sammeln, durften Mitarbeiter hierfür ihre eigenen Geräte verwenden. Doch diese „Bring your own Device“(ByoD)-Strategie schuf mehr neue Probleme, als dass sie einen Nutzen für das Unternehmen generierte.

Deswegen bieten immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern bestimmte zugelassene und verwaltete Geräte unter dem Motto „Choose your own Device“ (CyoD) zur Auswahl an. Auch die Hersteller mobiler Geräte haben inzwischen mit eigenen Funktionen und Programmen auf die speziellen Anforderungen von Unternehmen reagiert, so dass man nicht mehr auf das Apfel-Betriebssystem beschränkt ist.

Um ein ganzheitliches Enterprise Mobility Management-Konzept mit eigenen Policies und höherer Sicherheitsstandards zu erreichen, gibt es folgende Wege:

  • Container-Bildung: Auf dem mobilen Gerät werden private und geschäftliche Daten durch eine Art „Sandkasten“ strikt getrennt, damit die private Nutzung keinen Einfluss auf geschäftliche Daten hat. Dieses wird oft um ein eigenes Mobile Application Management (MAM) erweitert, das sich um alle mobilen Anwendungen und Daten im Unternehmen kümmert.
  • Verschlüsselung: Sowohl der Datenverkehr als auch die gespeicherten Daten werden verschlüsselt abgelegt, so dass ein Ausspähen von Informationen erschwert wird. Neben TLS und Virtual Private Network (VPN) bei der verschlüsselten Übertragung der Daten spielt auch ein Network Access Control (NAC) eine große Rolle, um nur autorisierte Geräte in das interne Netz und deren Dienste zu lassen.
  • Mobile Device Management (MDM): Die zentrale Verwaltung wird gewährleistet, dass für alle mobilen Geräte dieselben Policies anwendbar sind.

Um die Digitalisierung der Geschäftsprozesse besser zu unterstützen, spielt eine eigene ganzheitliche Enterprise Mobility-Strategie eine große Rolle. Nur wenn die hier beschriebenen Voraussetzungen geschaffen sind, besteht die Chance, dass die internen Prozesse und Systeme sicher und flexibel mobil angebunden werden können, ohne neue Risiken zu erzeugen.

Hier bestehen große Chancen, um die Kommunikation mit Kunden und Partnern zu optimieren. Gleichzeitig erhöht das orts- und zeitunabhängige und flexible Arbeiten die Produktivität und Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter. Enterprise Mobility ist der Türöffner für dezentrales und optimiertes Arbeiten. Der neueste Experton Mobile Vendor Benchmark 2015 hat deshalb Materna als Anbieter im Bereich „Consulting-Dienstleister Large Accounts“ aufgenommen, da wir unser langjähriges Know-how im System-Management und in der Anwendungsentwicklung gezielt für Kunden einbringen. Lassen Sie sich die durch Mobile Enterprise bestehenden Chancen nicht entgehen und bestehen auch weiterhin in der neuen Arbeitswelt.

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