Corinna SchoenbeckMenschen und Unternehmen

Mädchen in IT-Berufen

Heute möchte ich wieder einmal ein tolles Projekt vorstellen, das wir jährlich mit der Johann-Gutenberg-Realschule realisieren. Das Projekt nennt sich „Mädchen in IT-Berufen“ und wir führten es dieses Jahr bereits zum 12. Mal bei uns durch. Wie der Name bereits vermuten lässt, lautet das Ziel, junge Schülerinnen für technische IT-Berufe zu erwärmen.

Kurze Erklärung des Projekts

Jedes Jahr von November bis Februar werden ca. 20 Schülerinnen der 9. Klasse der Johann-Gutenberg-Realschule an sechs unterschiedlichen Terminen zu uns in den Firmensitz in Dortmund eingeladen. Sie informieren sich über Materna und erleben in kleinen Gruppen einen Ausschnitt aus der Welt eines Informatikers. Die Planung und Durchführung obliegt dabei sogar unseren Azubis aus dem ersten Ausbildungsjahr!
An jedem Termin lernen die Mädchen eine andere Facette der Informatik kennen. Die Themen variieren dabei jährlich und richten sich nach aktuellen Trends. Beispielsweise fand vor einigen Jahren mit dem Einzug der damaligen Plattform Schüler-VZ das Thema IT-Security großen Anklang. Hier bekamen die Mädchen Einblicke, die über die reine Anwenderseite auf das Netzwerk hinausgehen: Sie lernten etwas über die dahinterstehenden Technologien und wurden nebenher auch für den Umgang mit sozialen Netzwerken sensibilisiert.

Beliebt sind auch Aufgaben aus dem Bereich Hardware, – bei denen die Mädchen selbst unter Anleitung einen Rechner aufschrauben und inspizieren können. Aber auch HTML-Programmierung, Konzeption von Programmen und Informationstechnologie im Allgemeinen, ihre Berufswelt und viele weitere Themen wurden bereits behandelt.

Die kleinen Gruppen rotieren zwischen den Terminen, so dass jede Gruppe einmal jedes Thema bearbeitet. In einer abschließenden Veranstaltung mit einer gesammelten Feedbackrunde schließt jede Schülerin das Projekt mit einem Zertifikat ab.

Materna und MINT

Unserer Ausbildungsleiterin Kerstin Aigner ist es ein großes Anliegen, mehr Mädchen und junge Frauen für IT-Berufe zu begeistern. Häufig sei die größte unüberwindbare Hürde, dass die Mädchen sich von den vielen technischen Eigenschaften des Berufs abschrecken lassen. „Ich würde mir wünschen, dass die Mädchen sich einfach mal trauen.“ Ein nachvollziehbarer Wunsch, wie ich finde. Nur weil in der Schule technische Fächer keinen Spaß gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass man in solchen Berufen nichts verloren hat. Deswegen sind Projekte wie „Mädchen in IT-Berufen“ so wichtig.

Viele würden dem IT-Beruf niemals Eigenschaften wie Kreativität oder Sozialkompetenz zuschreiben. Das ist ein Irrtum. Ein Software-Entwickler braucht z. B. viel Kreativität, um innovativ zu bleiben. Und was wäre ein Software-Consultant ohne Sozialkompetenz? Aufgeschlossene Menschen, die sich in ihre Kunden hineinversetzen können, sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt. Diese vielfältigen Facetten sind es, die ein IT-Dienstleistungsunternehmen wie Materna zu bieten hat.

Ob sich einige der Mädchen nach dem Schulabschluss für einen IT-Beruf entschließen, wird sich frühestens in ein paar Jahren zeigen. Bis dahin werden wir weiterhin jedes Jahr jungen Schülerinnen einen Einblick in den Facettenreichtum der Informatik bieten. Wer sich mehr über die Initiative MINT informieren möchte, dem empfehle ich die Seiten http://www.komm-mach-mint.de/

Mehr Infos über Ausbildungsmöglichkeiten bei Materna sind wie immer zu finden unter www.materna.de/karriere

Projektabschluss "Mädchen in IT-Berufe"

Ausbildungsleiterin Kerstin Aigner und die Materna-Azubis verabschieden die Teilnehmerinnen des Projekts „Mädchen in IT-Berufen“.

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