Christine WirthMenschen und Unternehmen

Für die Ausbildung: Aus dem tiefsten bayerischen Schlehdorf ins Revier

Unser Azubi Markus ist für seine Ausbildung aus dem tiefsten Bayern zu uns ins Ruhrgebiet gezogen und hat seit August schon so einiges erlebt. Gerade erst war er zu einem Auslandeinsatz in Toronto. Klingt spannend? Dachten wir uns auch – und haben nachgefragt:

Ganz am Rand der Bayerischen Voralpen, umgeben von Bergen und Seen, liegt das kleine Schlehdorf. Mit seinen rund 1.250 Einwohnern begrüßt es jedes Jahr aufs Neue Familien und Wander-, Wellness- und Skiurlauber. Das „Blaue Land“ liegt zwischen bayerischen Metropolen und wirkt, direkt am blau glitzernden Kochelsee und umgeben von wilden Wiesen, geradezu märchenhaft.

Würden wir jetzt ein Video drehen, käme an diesem Punkt wohl ein quietschender Bildverschnitt. Denn all das ließ unser Azubi Markus links liegen. Idylle, Ruhe und Entspannung ade und ab ins quirlige Ruhrgebiet. Und auch nach seinen ersten vier Monaten scheint Markus nicht genug von der großen weiten Welt bekommen zu haben: ist er doch gerade erst von einem Auslandseinsatz in Toronto zurückgekehrt. Zeit für einen Rückblick:

Hallo Markus. Du bist jetzt seit August bei uns und aus dem Herzen Bayerns zu uns gezogen. Dass wir da nicht an deine Tür geklopft haben, um uns vorzustellen, ist verständlich, denke ich. Wie hast du von Materna erfahren?

Ich habe mich bewusst nach Stellenanzeigen in der Informatik umgesehen. Das erste Mal etwas über Materna erfahren habe ich dann bei der Lehrstellenbörse der IHK. Dort haben mich besonders die Familienunternehmen außerhalb Bayerns interessiert. Familienunternehmen deshalb, weil mir die Atmosphäre und das Familiäre gefällt; außerhalb Bayerns, um etwas anderes zu sehen und auch in Zukunft mehr von der Welt zu sehen.

Und was hat dich dazu gebracht, das idyllische Schlehdorf zu verlassen und zu uns ins Revier zu ziehen?

Aus Bayern wegziehen wollte ich bereits seit Anfang meiner Ausbildungssuche. Deshalb habe ich auch meine Bewerbungen an Unternehmen außerhalb Bayerns geschickt. Dortmund war dann eher Zufall – oder eben im Nachhinein ein glücklicher Zufall.

Du bist als Azubi in einem Geschäftsbereich tätig, der Software für Airlines und Airports entwickelt. Dort geht es vor allem um das schnelle Abwickeln von Passagieren und ihrem Gepäck an Flughäfen weltweit. Erzähl uns doch bitte, in welchem Bereich du gerade arbeitest.

Ich arbeite zurzeit im System Engineering für Common Use Self Services von Airlines und Airports. Da kümmern wir uns um einen reibungslosen Ablauf des Check-Ins mit Self Bag Drop-Systemen und am Security Gate. Wir geben außerdem Schulungen zur Wartung vor Ort, sodass zum Beispiel niemand von uns nur wegen eines Papierstaus gerufen werden muss. Außerdem sorgen wir dafür, dass die Kommunikation zwischen Kunden und Entwicklung gut läuft.

Du hast in deiner bisher erst kurzen Zeit bei uns schon einiges erlebt. Welcher Azubi fliegt auch schon nach seinen ersten Lehrmonaten nach Toronto? Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Gelegenheit?

Mein Auslandeinsatz in Toronto war wirklich eine außergewöhnliche und tolle Gelegenheit. Es ging allerdings auch schon in meinem Bewerbungsgespräch um Einsätze im Ausland. Dass das so schnell klappt, hätte ich aber zu Anfang meiner Ausbildung nicht gedacht. Zu verdanken habe ich den Einsatz dann letztlich den dort genutzten Systemen, mit denen ich mich schon vor meinem Ausbildungsbeginn laienhaft beschäftigt habe. Mein Wissen und meine Erfahrungen dazu konnte ich dann in Toronto ausbauen.

Die Kulturen anderer Länder sind ja bekanntermaßen immer ein wenig anders als die des eigenen Landes. Was hat dich besonders inspiriert?

Besonders inspirierend in Toronto fand ich die Offenheit der Menschen für Selbstbedienungs-Automaten. Wenn alles schnell gehen muss, freuen sich die Menschen über Automaten, die ihnen Arbeit abnehmen und schauen nicht erst skeptisch, ob nicht der längere und gewohnte Weg doch besser wäre. Man konnte dann auch die Begeisterung der Kanadier bei ihrer ersten Nutzung der Automaten richtig sehen, wenn sie ihren über das Gepäckband entschwindenden Koffern erstaunt und gut gelaunt hinterhergesehen haben. An Auslandeinsätzen selbst fasziniert mich die englische Sprache. Jeder versteht es und ist offen für Gespräche.

Wir reden hier gern von dem besonderen „Materna-Spirit“. Hast du davon auch schon etwas wahrgenommen? Wie empfindest du dein Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit mit deinen Kollegen?

Vom Materna-Spirit habe ich auch schon etwas mitbekommen. Man wird hier auch als Azubi sehr schnell von Kollegen und Vorgesetzten willkommen geheißen und gut ins Team eingebunden. Ich merke, dass mir hier zum einen etwas zugetraut wird, weiß aber zum anderen auch, dass immer jemand da ist, der mir hilft, selbst, wenn ich im Ausland bin. Man fühlt sich auch bei eigenverantwortlichen Aufgaben nicht alleingelassen. Auch die Duz-Kultur ist sehr angenehm.

Wir haben jetzt viel über deine bisherige Zeit bei Materna geredet. Hast du schon Pläne für die Zukunft? Wie stellst du dir deine Zeit bei Materna noch vor? Hast du besondere Wünsche und Ideen für deine weitere Karriere bei uns – und dein Leben in Dortmund natürlich?

Zuerst einmal plane ich, meine Ausbildung hier erfolgreich abzuschließen. Danach würde ich gern weiterhin bei Materna arbeiten. Da freue ich mich besonders auf mögliche Auslandseinsätze. Langfristig gesehen möchte ich vollständig im Ausland arbeiten und leben. Mein Traumziel ist allerdings nicht Kanada, sondern Japan. Dort gibt es einen sehr dynamischen und zukunftsorientierten Markt in der Airport- und Airline-Branche.

Jetzt geht es geradewegs auf Weihnachten zu und deine Familie wohnt nicht ganz um die Ecke. Erzähl uns doch zum Abschluss und zur weihnachtlichen Einstimmung noch etwas zu deinem Fest. Wie wirst du feiern? Bist du gespannt auf dein erstes Weihnachten im Pott oder feierst du gemütlich und traditionell mit der Familie in deiner Heimat Schlehdorf?

Für mein Weihnachtsfest habe ich noch keine festen Pläne. Ich werde allerdings nicht in der Heimat feiern, sondern hier in Dortmund bleiben. Vielleicht besuche ich ein paar Freunde, wir kochen gemeinsam und genießen einfach entspannt und in Ruhe das Fest.

Lieber Markus, das waren wirklich spannende Erzählungen aus deinem bisherigen Arbeitsalltag und deinem Leben als Materna-Azubi. Ich hoffe auf jeden Fall, noch viel Gutes von dir zu hören und wünsche dir noch weiterhin viel Erfolg und Spaß bei uns :)

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