Aaron ZielkeInnovation und Technologie

Freie Auswahl mit dem Multi-Provider-Modell

In den Unternehmen fällt die Anwendungsrate von Private, Public und Multi Cloud noch höchst unterschiedlich aus. Auch sind die Unterschiede von IaaS, PaaS oder SaaS nicht jedem Anwender bis ins letzte Detail klar. Bei der Auswahl von Providern und Cloud-Services besteht so die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Kurzum: Wer sich nicht im Cloud-Nebel verlieren möchte, benötigt ein übergreifendes Modell zur Integration und Verwaltung der Cloud-Dienste.

Dass nicht jedes Cloud-Angebot auf jede Anforderung passt, ist selbstverständlich. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Unternehmen, die sich der Cloud nähern, mit zunehmender Betriebszeit verschiedene Angebote von verschiedenen Anbietern konsumieren. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Ganz im Gegenteil – es kann eine taktische Entscheidung sein, einen Cloud-Provider an der Workload ausgerichtet auszuwählen.

Einige Cloud-Provider unterstützen diesen Ansatz, auch wenn sie sich selbstverständlich wünschen, der primäre Zulieferer eines Unternehmens zu sein. Eine Mischung verschiedener Cloud-Angebote kann maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen, jedoch ist hierfür eine Cloud-Strategie mit angepassten Rahmenbedingungen und Vorgaben notwendig.

Die Varianz innerhalb der Cloud-Angebote lässt sich am Beispiel „managed PaaS“ sehr gut greifbar machen: Die Königsdisziplin ist dabei der komplexe Aufbau, die Konfiguration und der Betrieb von ganzen Server-Landschaften über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Aufgaben sind sehr vielfältig und umfassen beispielsweise die Provisionierung der Kernsysteme, das Einrichten und Testen von Backups, das Testen und Einspielen von Patches für Betriebssysteme und Applikationen, die Überwachung der Applikations-Performance sowie das Umsetzen passender Vorschläge zur Verbesserung.

Auf der einen Seite finden wir Cloud-Anbieter, die sich um alle diese Aufgaben kümmern. Auf der anderen Seite stehen Anbieter, die beispielsweise unter dem Begriff „managed PaaS“ lediglich die Bereitstellung von Servern und die anschließende minimale Überwachung von CPU, RAM und Festplatten-Auslastung verstehen.

Je nach bezogenem Service obliegt es nun der internen IT, das Delta der notwendigen operativen Tätigkeiten aufzufangen. Unternehmen müssen daher bei den verschiedenen Cloud-Ansätzen ein besonderes Augenmerk auf die Integration in die eigene IT-Landschaft legen, damit ein einheitliches Management möglich ist. Sie benötigen eine Cloud-Management-Plattform bzw. einen Cloud Broker, der Services in den verschiedenen Cloud-Umgebungen bereitstellt und dabei identisch verwaltet. Eine solche Plattform enthält einen definierten Servicekatalog, hinterlegte Kosten und integrierbare Charge-Back-Mechanismus. So behält die IT auch die Kosten für volatile Cloud-Szenarien im Griff. Alle Cloud-Dienste werden zentralisiert zusammengefast, nach den eigenen Anforderungen bereitgestellt und vor allem nach den eigenen Vorgaben verwaltet.

Auch wir haben eine solche Plattform im Angebot. Die Materna-Plattform agiert als Cloud-Broker und spricht mit den gängigen Providern wie zum Beispiel Amazon Web Services AWS, IBM Softlayer, Microsoft Azure, Openstack und VMWare. Informationen dazu finden Sie Cloud-Management-Plattform von Materna .

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