Laura Di BettaMenschen und Unternehmen

Erste Schritte beim Programmieren: Momen macht ein Praktikum

Orientieren, kennenlernen und im besten Fall den Traumjob finden. Dafür ist ein Praktikum gut. Das findet auch Mohamad Momen Alhalabi, genannt Momen. Er hat ein dreiwöchiges Schülerpraktikum in unserer Mobility-Sparte gemacht. Nachdem Momen zunächst in Ruhe die Abteilung kennengelernt hat, durfte er Tests von Check-In-Automaten begleiten und erste Schritte in der Java-Programmierung machen. „Es ist nur ein ganz kleines Spiel“, versucht der Schüler zu relativieren. „Als ich es meiner Familie gezeigt habe, waren sie erstaunt, dass ich so lange daran sitze, obwohl es so einfach ist.“ Klar, Tictactoe ist keine aufwendig animierte Smartphone-App. Und zu sagen, man programmiere Käsekästchen – ein Spiel, geliebt von Generationen von Schülern weltweit– scheint auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend. Stolz ist Momen trotzdem auf seine Arbeit. „Als ich erklärt habe, was alles dazugehört und was ich machen musste, fanden sie es auch toll“, sagt der 18-Jährige und strahlt übers ganze Gesicht. Und wir finden es auch klasse!

Dass Momen Spaß an seiner Arbeit hat, sieht man ihm an. Mit großer Begeisterung erzählt er von den Aufgaben und ein breites Grinsen zieht sich dabei von einem Ohr zum anderen. Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Praktikum, betont Carsten Bandt, Entwickler in der Materna Business Line Mobility und Betreuer von Momen: „Spaß und Interesse sind das A und O.“ Interesse, an allem was mit IT zusammenhängt, hat Momen schon länger. Das kam ihm auch schon bei einem Job in Jordanien zugute. Dort hat er in einem kleinen Soft- und Hardwaregeschäft ausgeholfen. „In den arabischen Ländern ist das anders als in Deutschland“, erklärt Momen. Anstatt in einen großen Elektrofachmarkt zu gehen und sich den Rechner fertig eingerichtet zu kaufen, würden dort die Menschen sich ihre Computer individuell zusammenstellen, so unser Praktikant. Diese Job-Erfahrung hilft ihm auch jetzt beim Praktikum. Denn die meisten Begriffe sind auf Englisch – egal ob in Jordanien oder in Deutschland. „Manches allerdings kenne ich nur auf Arabisch“, sagt er.

Momen lebt erst seit knapp zwei Jahren in Deutschland. Jordanien war für ihn und seine Familie eine Zwischenstation auf dem Weg von Syrien nach Deutschland. Hier besucht er ein Berufskolleg in Gelsenkirchen. Von der ewigen Rivalität des dort ansässigen FC Schalke 04 und des BVB hat der 18-Jährige jedoch bislang nur am Rande etwas mitbekommen. „Ich bin kein Fußball-Fan“, erzählt Momen, und lacht. Sein Herz schlägt für den Parkour-Lauf. Beim Parkour geht es darum, möglichst effizient städtische Hindernisse zu überwinden. Allerdings ist Momen seinem Hobby zuletzt eher selten nachgegangen. „In Jordanien hatte ich viele Freunde, die das auch gemacht haben. Meine Freunde hier in Deutschland haben darauf keine Lust.“

 

 
Drei Wochen dauert das Praktikum von Momen Alhalabi insgesamt. Eine Zeit, in der er viel gelernt und klare Vorstellungen für seine berufliche Perspektive bekommen hat. Der IT-Bereich gehört auf jeden Fall dazu. Am liebsten würde Momen nach seinem Schulabschluss studieren.

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