Frank PientkaInnovation und Technologie

DevOps: Digitale Unternehmen brauchen virtuelle Container (Teil 1)

„Software is eating the world”. Mit diesem Satz umschrieb der Netscape-Gründer Marc Andreesen im Wallstreet Journal 2011 einen Trend. Software wird immer mehr zur Grundlage von Geschäftsprozessen und neuen Geschäftsmodellen quer durch alle Branchen. 

Die Digitalisierung schreitet nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Wirtschaft und in Abstrichen in der Verwaltung voran. Kein Wunder dass mit Apple und Google zwei Software-Firmen ohne eigene Produktion in der Rangliste der wertvollsten Firmen auftauchen. Sie schaffen mit ihren Diensten ein neues Ökosystem, um das sich wieder neue Dienste und Anbieter gruppieren. Damit geraten immer mehr etablierte Anbieter unter Anpassungsdruck. Durch den fortschreitenden Konkurrenzdruck haben sich immer mehr Anbieter vom reinen Hardware-Geschäft zurückgezogen. Durch die Virtualisierung kompletter Infrastrukturen spielt die konkrete Ablaufumgebung eine immer geringere Rolle – die darauf angebotenen Dienste umso mehr. Diese müssen hohen Ansprüchen an Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität genügen. Deswegen können mobile Dienste inzwischen ohne leistungsfähige Cloud-Strukturen kaum mehr umgesetzt werden. Es ist immer weniger nötig alles aus einer Hand zu erhalten oder selbst vorzuhalten. Umso mehr ist die Austauschbarkeit und Portabilität von Diensten gefragt. Die Art, wie Software entwickelt und gestaltet wird, wird heute z. B. beim „Mobile First Ansatz“ komplett anders gedacht und umgesetzt. Für den Wert einer Software spielt hier der Integrations- und Nutzungsgrad eine große Rolle. Die Zeiten, in den Software abgeschirmt in Firmennetzen entwickelt und betrieben wurden, gehen immer mehr zu Ende. Benutzbarkeit, Resilienz und Sicherheit werden hier immer wichtiger. Neben den klassischen Phasen Build, Run und Manage spielt der Deploy-Schritt eine große Rolle.

Devops teil 1

Mit DevOps sollen Änderungen in der Entwicklung möglichst schnell, günstig und mit hoher Qualität in Produktion verfügbar sein. Agile Praktiken wie Continuous Integration und Deployment sind aus der heutigen Software-Entwicklung nicht mehr wegzudenken. Neben der Virtualisierung von Umgebungen bildet die Automatisierung von Entwicklungsabläufen, wie Build, Test und Deploy das technische Rückgrat für DevOps. Hinzukommen noch organisatorische Änderungen, da das Projektteam die gesamte Verantwortung vom Konzept, über die erste Codezeile bis hin zur produktiven Software übernimmt. Deswegen ist das Team auch an einer ständigen Optimierung des Entwicklungsprozesses und der Software interessiert.

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