Frank PientkaInnovation und Technologie

Das Internet lebt: Eine Vision wird Wirklichkeit

1991 hat Mark Weiser  in seinem Aufsatz „The Computer for the 21st Century“ die Welt der Computer im 21. Jahrhunderts  unter dem Begriff „Ubiquitous Computing“ am Xerox-PARC (Xerox in Palo Alto, Kalifornien) beschrieben. Durch die rasche Verbreitung günstiger intelligenter und netzwerkfähiger Endgeräte wird seine Vision des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) langsam Wirklichkeit.

Das Internet der Dinge erlaubt Menschen und Dinge zu jeder Zeit, an jedem Ort mit allen auszutauschen oder Dienste zu nutzen. Globale, rund um die Uhr verfügbare internetfähige Geräte schaffen neue Möglichkeiten, stellen  jedoch auch neue Herausforderungen für den Betrieb und das Design solcher Anwendungen dar. Neben der Sicherheit stellt auch eine elastischere Nutzung von Infrastrukturressourcen eine der Hauptprobleme dar. Das betrifft nicht nur eine effiziente Nutzung der Bandbreiten, sondern auch eine höhere Skalierbarkeit der Server, um mit Lastspitzen besser umgehen zu können.

Alltagsgegenstände können untereinander über das Internet miteinander kommunizieren. Deswegen ist IoT  auch unter den damit verwandten Begriffen pervasive Computing, Industrie 4.0 und Maschine-zu-Maschine (M2M)-Kommunikation bekannt. M2M stellt somit eine Untermenge von  IoT dar. Hier ist die Datenmenge die ein einzelner Sensor schickt geringer als die bei der Kommunikation eines Benutzers über eine Webseite. Dafür sind die Frequenz und die parallele Anzahl der Nachrichten deutlich höher.

Hier werden immer stärker eventgetrieben Architekturen benötigt, um durch möglichst lose Kopplung und einer einfachen zustandslosen Kommunikation eine höher Skalierbarkeit und Verfügbarkeit zu erreichen. Das Internet der Dinge, gefördert durch andere Trends, wie Cloud, mobile Geräte und BigData, eröffnet ungeahnte neue Möglichkeiten. Dabei ist es wichtig auf die möglichen Auswirkungen gewappnet zu sein.

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