Frank PientkaDie digitale Welt

Das Fest der Manifeste: Entwickler hört die Signale…

Zu fast jedem Thema in der Softwareentwicklung ist es inzwischen Mode geworden ein MANIFEST zu schreiben, das geht nicht nur in Java 😉 Ein Manifest (nach wikipedia) (lat.: manifestus, „handgreiflich gemacht“) ist eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur.

Das berühmteste Manifest ist das der Kommunistischen Partei, auch „Das Kommunistische Manifest“ genannt. Es wurde von Karl Marx und Friedrich Engels 1847 im Auftrag des Bundes der Kommunisten verfasst und ist am 21. Februar 1848 in London erschienen.

Ein anderes bekanntes Manifest ist das Russell-Einstein-Manifest, das von Bertrand Russell im Jahr 1955 in London verfasste Manifest über die Folgen eines Einsatzes von Nuklearwaffen.

Das bekannteste Manifest zum Thema agile Software-Entwicklung ist das „Agile Manifest“, das man immer noch als die Zehn Gebote der Agilen Software-Entwicklung bezeichnen könnte und deren Werte und Prinzipien beschreibt.

Es finden sich zu aktuellen Buzzwords Manifeste, beispielsweise das SOA-Manifest, das Manifesto for softwarecraftsmanship, das Manifest zur reaktiven Programmierung oder das Opencloud-Manifesto.

Das am Anfang des Internet-Booms erschiene Cluetrain-Manifest ist nach mehr als einem Jahrzehnt mit seinen 95 Thesen gültiger denn je. Es erinnert in der Form an die Thesen des Reformators Martin Luther. Bei allen Aktivitäten sollen nicht die Märkte im Mittelpunkt der neuen Kommunikationsmöglichkeiten stehen sondern der Mensch. Damit wurde das Ende der traditionellen Einbahnstraßen-Kommunikation eingeleitet.

Damit aus Moden „weltverändernde“ Trendbewegungen werden reichen manche Manifeste nicht aus. Manifestesie sind jedoch eine gute Art die Hauptzielrichtung eines Themas größerer Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu verschaffen.

Denn nach Matthias Claudius gilt „Etwas Festes muss der Mensch haben, daran er zu Anker liege“ auch für Manifeste.

Hasta mañana Festival del manifestós..

Schlagwörter: