Christine SiepeDie digitale Welt

Content-Marketing oder was Kunden wissen wollen

Das alles beherrschende Thema in Marketing und Unternehmenskommunikation ist derzeit das Content-Marketing. Dahinter steckt die Idee, Kunden oder solche, die es werden könnten, mit Hilfe von Inhalten auf das Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen. Dabei lässt sich diese Vorgehensweise als einen zum Kunden hin gerichteten Aspekt der digitalen Transformation betrachten.

Das Prinzip ist recht einfach: Inhalte jeder Art – Texte, Bilder, Info-Grafiken, Videos oder gesprochene Beiträge – wenden sich vertriebsunterstützend an potenzielle oder bestehende Kunden. Das ist nicht neu, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht sich diesen Ansatz schon seit vielen Jahrzehnten zu Nutze.

Neu ist, dass die Inhalte nicht unbedingt über etablierte Medien wie Presse, Rundfunk oder Online-Portale gestreut werden. Denn damit verbunden ist ein erheblicher Kontrollverlust: Die Redaktionen – vor allem der hochwertigen Medien – behalten sich vor, über die endgültige Form eines Fachartikels oder sonstigen Beitrags eigenständig zu entscheiden. Der Inhalt, den die PR-Abteilung des Unternehmens liefert, ist immer vom gewogenen Blick eines Redakteurs abhängig. Und dieser wiederum interessiert sich nicht für die Interessen des Unternehmens, sondern ist alleine seinen Lesern oder Hörern verpflichtet.

Beim Content-Marketing dagegen versuchen die Unternehmen, die Kontrolle über die Inhalte so weit wie möglich selbst zu behalten. Soziale Medien, Blogs oder auch eigene Print- oder Online-Publikation stehen im Fokus. So lassen sich die bisherigen Pole Marketing und PR zu einem ganzheitlichen Ansatz verbinden.

Journalistische Tugenden

Die Verbreitung von Inhalten erfolgt über mehrere Kanäle, die teilweise von Unternehmen kontrolliert und gesteuert werden. Es nimmt journalistische Tugenden auf: Das Content-Marketing punktet mit interessanten Texten, Info-Grafiken oder Videos, die sich meist nur am Rande mit Produkten oder Dienstleistungen des Content-Erzeugers befassen. Im Kern des Content-Marketings steht wie beim Journalismus die Frage: Was interessiert den Leser, Zuhörer oder Zuschauer?

Content-Marketing als Teil des Digital Enterprise

Dabei ist wie so oft die richtige Strategie für den Erfolg entscheidend. Rahmenbedingungen, Ziele, Einbindung in die Unternehmensstrategie – nur wer weiß, was er will, kann dieses auch erreichen. So bietet sich die Integration in das digitale Unternehmen als übergeordneter Rahmen an. Content-Marketing wendet sich an den Kunden und ist damit Teil der Kundenschnittstelle. Diese Schnittstelle umfasst die Bereiche Digital Marketing, Digital Commerce und Digital Customer Service. Damit fügt sich Content-Marketing in die umfassende Strategie der digitalen Transformation ein und stellt einen wichtigen Zweig der Kommunikation zum Kunden dar. Es muss also wie jeder Prozess im digitalen Unternehmen auf definierten Zielen, klaren Abläufen und entsprechenden Tools basieren.

Das Content-Marketing und seine Grundbausteine

Das Content-Marketing umfasst einige Grundbausteine. Materna unterstützt bei jedem Prozessschritt

Kreative Ideen sind zwar wichtig, reichen aber alleine nicht aus. Planung, definierte Prozesse und Ziel-Metriken, die in eine übergeordnete Strategie eingebettet sind und durch leistungsfähige Werkzeuge unterstützt werden, sind ebenso unerlässlich. Wie sieht Ihre Strategie aus?

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