Frank PientkaInnovation und Technologie

Aus dem Leben eines Software-Architekten

Heute steht ein Architekturreview bei einem Kunden an. Aufgeschreckt von einem kostspieligen Ausfall der Produktionsanwendung, ist der Kunde mit der Qualität und der Funktionalität seiner über Jahre selbst entwickelten E-Commerce-Lösung nicht zufrieden.

Um die bisherigen Probleme und Ergebnisse systematisch zu bewerten und eine geeignete Lösungsstrategie zu entwickeln, wurden wir als externer Berater mit unserer langjährigen Lösungskompetenz ins Boot geholt. Basierend auf unserem Beratungsprodukt WebCheck Architecture bereite ich den ersten Analyse-Workshop mit den wichtigsten Projektbeteiligten vor. Dazu gehören unter anderem der Chef-Entwickler, der Produktmanager und der Geschäftsführer.

Nach der Vorstellungsrunde geht es gleich in medias res. Der Geschäftsführer stellt die E-Commerce-Strategie seines Unternehmens für die nächsten fünf Jahre vor. Der Produktmanager erläutert die aktuellen Hauptschmerzpunkte der Kunden und Anwender der Software. Nach einer kurzen Pause visualisieren wir gemeinsam die aktuelle grobe Systemarchitektur mit ihren beteiligten Nutzern und Schnittstellen. Das ist auch der Einstieg für den Chef-Entwickler, seine getroffenen Entscheidungen hinsichtlich Architektur, Muster und Technologien zu präsentieren.

Kurz vor der Mittagspause sammeln wir die für die Anwendung wichtigen Qualitätsmerkmale. Diese werden dann gemeinsam am Flipp-Chart in einem Qualitätsbaum kategorisiert und gegliedert.

Gestärkt können wir uns nach der Pause an die Priorisierung der Qualitätsmerkmale und mögliche Metriken zu deren Messung machen.

Am Ende des Tages gehen wir die Ergebnisse des Workshops noch mal durch, um sicherzustellen, dass nichts Wichtiges vergessen oder missverstanden wurde.

In der abschließenden Retroperspektive gehen wir den Tag noch mal durch und erstellen to dos für die nächsten Schritte. Darauf basierend werden noch offene und zu klärende Punkte verteilt und die nächsten Termine vereinbart.

Ein guter Start in das Review-Projekt liegt hinter uns. Noch ein letzter Schluck Kaffee. Nach der Dokumentation der Ergebnisse mit der Kamera und dem Aufräumen des Raumes geht es direkt nach Hause.

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