Thomas FuchsDie digitale Welt

Arbeiten mit dem neuen GSBEditor/web – Drag and Drop

Weiter geht es in unserer Beitragsserie über die Neuerungen des Government Site Builders, der Content-Management-Lösung des Bundes. Wir haben uns bereits mit der neuen Ablage im GSBEditor/web und mit der erweiterten Vorschau beschäftigt. Diesmal geht es darum, an welchen Stellen es im GSBEditor/web Möglichkeiten für Drag & Drop gibt.

Was genau bedeutet Drag & Drop eigentlich? Übersetzen würde man es mit „Ziehen und Fallenlassen“ und es bedeutet, dass das Bewegen von Elementen in der Bedienoberfläche einer Anwendung mittels eines Zeigegerätes möglich ist. Ein Element, z. B. eine Datei, lässt sich damit von seinem Ablageort in einen Zielbereich verschieben. Grundsätzlich muss das „bewegbare“ Element nicht durch ein Icon dargestellt werden, sondern es kann sich auch um markierten Text handeln. Das Vorgehen beim Drag & Drop sieht vor, dass das Element, das „Gezogen“ werden soll, zunächst mit gedrückter Taste auf dem Zeigegerät „Festgehalten“ werden muss, um es so in den Zielbereich zu „Ziehen“. Auf alle Fälle erleichtert es dem Nutzer einer Anwendung die Bedienung dieser Anwendung.

Grundsätzlich war Drag & Drop auch schon im GSB-Editor/Java möglich, jedoch nur beim Aufnehmen von Dateien in ein Bild- oder Download-Dokument. Um diesen Umstand zu verbessern, haben sich die Konzepter des neuen GSBEditor/web Gedanken gemacht, an welchen Stellen die Redakteure mit diesem Feature sinnvoll unterstützt werden können.

In meinen zahlreichen Coachings und Redakteursschulungen mit dem GSB-Editor/Java bei unterschiedlichen Mandanten habe ich die folgenden Fragen so oder ähnlich sehr oft gehört:

  • Warum merkt sich der Editor nicht, wo ich zuletzt war?
  • Kann man bei der Option „Auswählen und Einfügen“ nicht eine Voreinstellung machen?
  • Warum springt das System immer zurück in den obersten Ordner?

Gemeint haben die Redakteure damit, dass sie es umständlich finden, wenn sie sich beim Einbinden eines Bildes oder eines Verweises immer durch die halbe Baumstruktur navigieren müssen. Um ganz ehrlich zu sein: Grundsätzlich sind diese Punkte auch noch beim GSBEditor/web zu entdecken, aber im Gegensatz zum GSB-Editor/Java haben wir Redakteure noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten. Nutzen können wir diese Möglichkeiten hauptsächlich aus dem „Side-Panel“ (das ist der linke, graue und aufklappbare Bereich) des GSBEditor/web heraus, der die Suche, die Ablage und den Navigator enthält.

Einsatzmöglichkeiten von Drag & Drop

In meinem ersten Artikel habe ich bereits die Vorzüge der Ablage erläutert und nahegelegt, diese Ablage zu nutzen. Dabei habe ich aber nur erwähnt, wie sich ein Dokument mit einem Menüeintrag in die Ablage aufnehmen lässt. Das ist aber nicht der einzige Weg, die Ablage zu füllen. Sie können ein Dokument, das Sie im Navigator herausgesucht oder über die Suche gefunden haben, auch mit der linken Maustaste anwählen, „Festhalten“, dann über das Ablagesymbol ziehen, dort dann die linke Maustaste loslassen und somit in die Ablage aufnehmen.

Die Bedienoberfläche des GSBEditor/web hilft Ihnen aber auch dabei, genau die Stellen zu finden, über denen Sie ein „gezogenes“ Dokument wieder fallen lassen können. Solange auf dem „gezogenen“ Element ein „Verbots-Icon“ erscheint (das ist ein Kreissymbol mit einem diagonalen Strich darin), befindet es sich noch nicht in einem zulässigen Bereich, in dem Sie das Element fallen lassen können. Bevor Sie jetzt, weil ich Ihre Neugier geweckt habe, herausfinden wollen, wo diese zulässigen Bereiche im GSBEditor/web sind, lassen Sie sich noch einen Moment einbremsen. Denn im Folgenden möchte ich Ihnen zumindest schon einmal die sinnvollsten Stellen für die Nutzung des Drag & Drop-Features vorstellen.

Ich denke, dass Sie beim Drag & Drop am häufigsten die Möglichkeit nutzen werden, dass Sie jedes Dokument aus dem Navigator, aus der Ablage oder aus der Suchergebnisliste nehmen und auf das „Vorschau-Auge“ im rechten Bereich des GSBEditor/web ziehen können. Viel schneller kann man ein Dokument nicht in den Vorschaumodus bringen. Diese Funktion steht Ihnen übrigens auch im Bearbeitungsbereich für die Dokumente zur Verfügung. Im Bearbeitungsfenster, im rechten Teil des Editors, haben wir ganz oben für jedes Dokument, das wir in der aktuellen Sitzung bearbeitet haben, einen Bereich in der Art eines Registerreiters, der den Namen des Dokuments beinhaltet. Diesen Registerreiter können Sie ebenfalls auf das Vorschau-Auge ziehen und dort loslassen, um dann das Dokument im Vorschaubereich zu sehen.

Das Pluszeichen ist ein Zielort für Drag & Drop.

Das Pluszeichen ist ein Zielort für Drag & Drop.

Aus meiner Sicht ist es ebenfalls sehr komfortabel, dass wir Dokumente aus dem Navigator, der Ablage oder der Suchergebnisliste in die Linklisten eines Dokuments ziehen können. Ich denke da beispielsweise an das Feld „Ergänzende Informationen“ im Standardartikel. Dort können Sie das Dokument, das Sie einfügen wollen, nun über dem zum Feld gehörenden fast quadratischen Bereich mit dem Plus-Zeichen fallen lassen. Übrigens ist auch der umgekehrte Weg möglich: Sie können ein Dokument, das in einer Linkliste steht, ziehen und über dem Ablagesymbol los lassen, um es in die Ablage aufzunehmen.

Die zwei Varianten, die schon im GSB-Editor/Java möglich waren, funktionieren im GSBEditor/web natürlich auch. Sie können nach wie vor Dateien von der Festplatte in die Dateifelder eines Bilddokuments oder eines Download-Dokuments ziehen und dort speichern. Sie haben auch nach wie vor die Möglichkeit, innerhalb eines Textfeldes (z. B. Haupttext im Standardartikel) einen Abschnitt zu markieren und an eine andere Stelle zu verschieben. Ob dafür aber unbedingt Drag & Drop genutzt wird oder ob ein „Ausschneiden und Einfügen“ an der Stelle nicht sinnvoller ist, muss jeder Redakteur für sich selbst entscheiden.

Drag & Drop-Funktionalität Gewinn für jeden Redakteur

Die Drag & Drop-Funktionalität ist ein Gewinn und ein weiterer Grund, warum der Umstieg auf den GSBEditor/web für Redakteure sinnvoll ist. Ob und wie oft Sie die Funktionalität dann tatsächlich Einsetzen, wird zunächst auch teilweise davon abhängen, wie oft Sie vorher schon den GSB-Editor/Java genutzt haben.

Nun möchte ich Sie aber nicht weiter abhalten und wünsche Ihnen viel Spaß bei der Erkundung der Drag & Drop-Möglichkeiten im GSBEditor/web. Im nächsten Artikel werde ich die verschiedenen Suchmechanismen innerhalb des GSBEditor/web vorstellen.

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