Thomas FuchsDie digitale Welt

Arbeiten mit dem neuen GSBEditor/web – die erweiterte Vorschau

In Teil 1 unserer Serie zum Arbeiten mit dem neuen GSBEditor/web der Content-Management-Lösung Government Site Builder (GSB) haben wir über die neue Ablage im GSBEditor/web geschrieben. In Teil 2 geht es nun um die Nutzung der „Erweiterten Vorschau“, die die Redakteure bei der Erstellung der Beträge unterstützt. Mit dieser Funktion kann der Redakteur im responsiv ausgelegten GSB 7 sehr schnell alle möglichen Ansichten eines Dokuments im Mandantenauftritt kontrollieren.

Responsiv mit dem GSBEditor/web

Das vor einiger Zeit mit der immer größer werdenden Anzahl von Smartphones angebrochene mobile Zeitalter macht auch vor den Internet-Auftritten der Behörden nicht halt. Wahrscheinlich wissen Sie aus eigener Erfahrung, dass wir heute immer weniger den PC oder Laptop zu Hause starten, sondern stattdessen das Tablet oder Smartphone bequem auf dem Sofa nutzen. Seit einiger Zeit wünschen sich einige der von mir betreuten Mandanten einen Web-Auftritt, der auch auf diesen mobilen Geräten sinnvoll und gut zu bedienen ist. Das Schlagwort dazu ist „responsives Verhalten“.

Ein responsives Design sorgt dafür, dass sich die Inhalte der Webseite je nach Größe des Ausgabegeräts verschieben oder ihre Größe ändern. Dieser Aspekt ist in die GSB 7 Standardlösung eingeflossen und wird auch im GSBEditor/web berücksichtigt. Beim Konzipieren eines responsiven Layouts wird festgelegt, welche „Breakpoints“ wir in den Web-Auftritt einbauen wollen. Ein Breakpoint steht für eine Display-Größe, ab der sich das Verhalten der Seite grundsätzlich ändern soll. Bis zu diesem Breakpoint bleibt das Layout normalerweise stabil.

Meine Mandanten fanden es bisher ausreichend, zwei Breakpoints für ihren Web-Auftritt einzurichten. Der erste Breakpoint liegt normalerweise bei 600 Pixeln und der zweite bei 1024 Pixeln. Dies entspricht recht gut der gängigen Größe von Tablets und modernen Smartphones. Mit der bisherigen Arbeitsweise mit dem GSB-Editor/Java konnten die meisten von Ihnen nur eine Vorschau auf dem Desktop aufrufen und nicht wirklich prüfen, wie der Artikel auf dem Tablet oder Smartphone wirken würde.

Einfach andere Ansichten prüfen 

Diese neue Anforderung haben wir beim GSBEditor/web berücksichtigt und an entsprechender Stelle eingebaut. Wenn Sie nun im GSBEditor/web ein Dokument bearbeiten, gibt es die Möglichkeit, vorab alle für Sie relevanten Ansichtsvarianten des Dokuments prüfen. Dazu müssen Sie in der Dokumentenansicht am rechten oberen Rand das Klappmenü von „Inhalt“ auf „Erweiterte Vorschau“ umstellen. Sobald Sie dies getan haben, wechselt die aktuelle Ansicht, mit allen bearbeitbaren Feldern des Dokuments, auf eine Vorschauansicht.

GSB Umschaltung/Voschau

Die „Erweiterte Vorschau“

Mit der Auswahl „Erweiterte Vorschau“ erscheinen links und rechts direkt über dem Vorschaubereich zwei weitere Klappmenüs. Im linken Klappmenü bekommen Sie in der Standardlösung des GSB 7 die Auswahlpunkte „Standard“ und „Teaser“ und noch zwei Ansichtsvarianten für Newsletter. „Standard“ steht dabei für die Komplettansicht des Artikels und „Teaser“ für die Kurzansicht mit Überschrift, Kurztext und einem „Mehr“-Link, der zur Komplettansicht führt.

Diese beiden Möglichkeiten werden Sie höchstwahrscheinlich auch bei Ihrem Mandanten zur Auswahl haben. Es ist jedoch möglich, diese Auswahl für Ihren Web-Auftritt zu erweitern. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn es bei Ihrem Mandanten, z. B. wegen eines Fachverfahrens, spezielle Darstellungsvarianten gibt.

Handy im GSBEditor/web

Im rechten Klappmenü stoßen Sie dann auf die oben schon kurz erwähnten Auswahlpunkte zum responsiven Layout. Als Wahlmöglichkeiten finden wir hier neben der „Standard“-Ansicht für den Desktop zusätzlich „Tablet (Hochformat)“, „Tablet“ (Querformat)“, „Smartphone (Querformat)“ und „Smartphone (Hochformat)“.

GSB Auswahlmenue Responsiv

Auswahlmenü für responsive Formate

Mit dieser Auswahl können Sie nun die durch die „Breakpoints“ vorgegebenen Varianten Ihres Web-Auftritts kontrollieren und prüfen, ob der Text Ihres Dokuments vernünftig zusammengeschoben wird und umbricht. Natürlich sind die Möglichkeiten aus den beiden Auswahlmenüs auch kombinierbar, sodass Sie sich nicht nur die Komplettansicht in den vier responsiven Ausprägungen anschauen, sondern das gleiche auch mit der Teaseransicht durchspielen können.

Die von mir inzwischen mit responsiven Auftritten gesammelte Erfahrung zeigt, dass die Verwendung von langen Überschriften der erste Punkt ist, der Ihnen als Redakteur dabei unangenehm auffällt. Und ich kann Ihnen versichern, dass eine auf dem Desktop noch einzeilig dargestellte längere Überschrift auf dem Smartphone, speziell hochkant, durchaus Bildschirmfüllend werden kann. Aber jetzt haben wir ja endlich die Chance, nicht erst nach der Publikation auf der „Livesite“ mit dem Handy zu testen, sondern schon vor einer Publikation beurteilen zu können, ob alles so aussieht, wie wir uns das vorstellen.

Neue Funktionen für alle Redakteure

Wie schon im vorherigen Artikel zum GSBEditor/web geschrieben, habe ich mir vergleichbare Ansichten, die ungefähr dieser Funktion entsprechen, oft selbst konfiguriert. Durch die neue Funktionalität innerhalb des GSBEditor/web bekommen nun alle Redakteure Zugang zu diesen „Prüfschritten“, was aus meiner Sicht mehr als nur positiv zu bewerten ist.

Ebenfalls gut finde ich, dass wir die Möglichkeit haben, das Auswahlmenü für die Ansichtsvarianten im GSBEditor/web über die vordefinierte Komplett- und die Teaser-Ansicht hinaus erweitern zu können. Theoretisch wäre dies auch für das rechte Auswahlmenü möglich. Dies ist aber nur dann sinnvoll, wenn mehr als die genannten zwei Breakpoints umgesetzt wurden.

Vorschau auf Teil 3

Nachdem ich Ihnen im ersten Artikel zum GSBEditor/web die neue Ablage und hier die „Erweiterte Vorschau“ vorgestellt habe, möchte ich Ihnen schon mal Appetit machen auf den nächsten Artikel.

Dann werde ich Sie mit der Nutzung einiger „Drag & Drop“-Möglichkeiten im GSBEditor/web vertraut machen. Denn auch das ist ein Feature, dass der GSB-Editor/Java nicht bietet. Und ich weiß, dass sich viele Redakteure diese Funktion wünschen.

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