Josef HumbertMenschen und Unternehmen

20 Jahre digitale Redaktion bei Materna – ein Rückblick

Seit 1997 die digitale Redaktion bei Materna ins Leben gerufen wurde, hat sich in der digitalen Szene viel bewegt. Wir nehmen heute das 20. Jubiläum der Redaktion zum Anlass, einmal Rückschau zu halten und nehmen Sie mit auf eine Zeitreise.

Bei ihrer Gründung vor zwanzig Jahren sprachen wir noch von einer Mobilfunk-Redaktion. Es war die erste in Deutschland. Wir haben das Jahr 1997: Für unsere ersten Journalisten besteht anfangs die größte Herausforderung darin, in der Kürze von 160 SMS-Zeichen einen möglichst hohen Informationsgehalt lesbar und nachvollziehbar unterzubringen. Nach wenigen Wochen wird der sogenannte Infoblock – mit insgesamt 480 Zeichen, bestehend aus drei SMS – etabliert. Die Anzahl an einzelnen Channels ist schnell bei 100, die Lesbarkeit auf den kleinen Displays der damaligen Handys wie dem Nokia 1611 beinahe sensationell. Der Versand der Infoblöcke steigt sofort in eine „Millionen-Auflage“. Nach dem erfolgreichen Start der Infodienste bei D2 Mannesmann wird das Medium begeistert angenommen und die Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf. Auch E-Plus kommt auf Materna zu, um ein Angebot an redaktionellen SMS-Infoservices anzufragen. Mit einem eigenen Wording und einer zielgruppenspezifischen Themen-Auswahl erfolgt der Start Ende 1998. Kurze Zeit später stößt Viag Interkom (heute Telefonica) dazu.

Ende der 1990er-Jahre, zu einem Zeitpunkt, als das Internet noch keine solch permanente Aktualität bietet, versorgt die digitale Redaktion von Materna seine Channels bereits mit Live-Ticker-Informationen und regelmäßigen Updates. Mittlerweile acht Redakteure arbeiten an 365 Tagen im Jahr im Zwei-Schicht-System. Auf das Format der SMS-Berichterstattung folgt das WAP-Format: Inhalte mit Bildern. Zunächst noch kaum denkbar, wird dieses neue Format jedoch schon 1999 gelaunched. Bis auf wenige Kooperationen mit anderen Content-Lieferanten fertigt das Redaktions-Team den Großteil der Content-Produktion selbst.

2003 folgt die Entwicklung der MMS, ein deutlich besseres Format als WAP. Wenn auch zu Beginn verbunden mit vielen technischen Schwierigkeiten, kommt den Redakteuren zugute, dass sich über kurze Austauschwege mit den Entwicklern bei Materna nahezu jedes technische Problem lösen lässt.

2007 sind es 15 Redakteure, die für Materna arbeiten. Die Kunden heißen inzwischen Vodafone, Eplus und o2. Und das iPhone kommt auf den Markt. Ein Wendepunkt für alle. Dank exzellenter Kooperation mit dem Key Account Vodafone meistert das Team auch diese Herausforderung. Die redaktionellen Inhalte werden nun Smartphone-gerecht aufbereitet.

Als Umsatzträger Nummer Eins geblieben ist die gute, alte SMS. Beliebt als Push-Medium, immer und überall zu lesen, und dabei völlig unabhängig von Netzverbindungen. Das ist auch 2017, also 20 Jahre nach der Geburtsstunde der digitalen Materna-Redaktion, immer noch so. Neben neuen Informationsformaten haben inzwischen aber auch neue Berufsfelder Einzug gehalten: Content-Manager für die Vermarktung im Portal, SEO-Spezialisten, Social Media-Manager und Online-Marketing-Profis. Mittlerweile entwickelt das Team auch Chatbot-Formate. Wir haben heute eine zeitgemäße digitale Redaktion, die gemeinsam auf eine tolle Erfolgsgeschichte zurückblicken kann und sich auch für die Zukunft bestens aufgestellt sieht.

20 Jahre Digitale Redaktion Materna

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